Die Geistervilla Stream Deutsch

Checke deinen Puls an der Tür... wenn du einen hast!
Die Geistervilla
Der Immobilienmakler Jim Evers wollte sich mit seiner Familie auf dem gemeinsamen Ausflug eigentlich nur schnell noch ein Haus ansehen. Als die Evers sich aber dem vermeintlichen Herrenhaus gegenübersehen, erwartet sie eine unheimliche Villa voller düsterer Geheimnisse. Sie treffen nicht nur auf den mysteriösen Eigentümer und seinen Butler, sondern auch auf ein paar ganz und gar nicht irdische Bewohner. Schon bald befinden sich Jim und seine Familie zwischen 999 Geistern, die durch einen geheimnisvollen Fluch an die Villa gebunden sind und nur von den Lebenden erlöst werden können. Somit beginnt eine abenteuerliche Suche nach der Ursache für diesen Fluch, der Geister und Menschen durch das Diesseits und Jenseits führt...

Reviews

Michael
Rob Minkoff, der bereits in Filmen wie “Der König der Löwen” oder “Stuart Little” Regie führte, gelingt es von der ersten Minute an die Zuschauer mit “Die Geistervilla” in seinen Bann zu ziehen. In den Vorspann eingebetet und mit Computereffekten aufgewertet wird gleich zu Beginn die Geschichte des Hause erzählt und dem Zuschauer so schnell klar warum die Villa verflucht ist. Wenn dann der Schnitt kommt, ein Botenjunge Werbanzeigen für “Evers & Evers Immobilien” an der Villa verliert und man sich schließlich mitten in einem Verkaufsgespräch von Jim Evers wiederfindet ist schnell klar was kommen wird. So pfeilt Minkoff dann auch nicht lange an der Entwicklung der Charaktere, sondern führt diese relativ schnell ein. Dieser Umstand ist ein großer Pluspunkt für den Film, den schließlich will das Publikum einen unterhaltsamen, familientauglichen Gruselspaß sehen und keine Charakterstudie. Überhaupt wird die Story in “Die Geistervilla” recht flott erzählt. Zu keiner Sekunde hatte ich das Gefühl als ob die ein oder andere Szene zu lang geraten ist, sondern empfand den gesamten Film passend lang. Seien es nun die Erzählungen von Ramsley und Master Gracey bezüglich der Geschichte der Villa oder Jims Zwiegespräch über das töten einer Spinne immer passt die Szene in die Story und hat die richtige Länge. Neben diesem Punkt tragen natürlich auch die eingesetzten Computeranimationen zum gelingen von “Die Geistervilla” bei. Diese wirken gut in den Film integriert und lassen “Die Geistervilla” nicht zu einer Leistungsschau der Computertechnik verkommen. Seien es “Nebelgeister”, schwebende Musikinstrumente, grausige Zombies oder Madame Leota (Jennifer Tilly), immer wirken die Effekte gelungen und vermitteln die richtige Stimmung. Besonders wenn die Zombies aus Ihren Gräbern steigen kommt richtig gruselige Stimmung auf und man könnte ernsthaft meinen, das diese Untoten gar nicht so untot sind. Zu den guten Computereffekten reihen sich noch viele herkömmlich umgesetzte Spezialeffekte, welche die gruselige Stimmung des Films weiter unterstreichen. Der nächste, wichtige, hier zu erwähnende Punkt ist die Ausstattung des Films und hierbei natürlich besonders die Ausstattung der Villa. Das gesamte Haus wurde mit einer Detailverliebtheit eingerichtet die ihres gleichen sucht. Hohe Wandgemälde an den Wänden, verschnörkelte Geländer und Türen, edle Teppiche. In allen Bereichen erscheint die Villa so wie man sich ein Haus dieses Alters und der Gesellschaftsschicht der Besitzer vorstellt. Die sehr gut gelungene Arbeit der Ausstatter kann man aber nicht nur bei der Einrichtung der Villa beobachten, sondern auch bei den Kostümen von Ramsley, Master Gracey und den “Angestellten” der Villa. Alle tragen Kleidung einer längst vergessenen Zeit und passen perfekt in das Gesamtbild. Der nächste Punkt auf den ich eingehen will ist die schauspielerische Leistung der Darsteller. Stand der Name Eddie Murphy in den Achtzigern für gute Actionkomödien wie “Beverly Hills Cop” oder “Nur 48 Stunden”, so waren die letzten Filme mit Murphy im Mittelmaß anzusiedeln oder sind wie “Pluto Nash” erst gar nicht in die deutschen Kinos gekommen. In “Die Geistervilla” beweist Eddie Murphy allerdings das er immer noch zu den besten seines Fachs gehört. Vielleicht liegt es daran, dass Murphy in “Die Geistervilla” einen Gang zurückschaltet und sein Plappermaul nicht unentweckt brabbelt, aber ich persönlich fand die Rolle des Jim Evers mit Murphy perfekt besetzt. Auch die anderen Schauspieler haben mir sehr gut gefallen. Sei es Nathaniel Parker, der in Vergangenheit viele TV-Produktionen gedreht hat, in der Rolle des Master Gracey oder Terrence Stamp als mysteriöser Butler Ramsley. Bei allen hatte ich das Gefühl, dass sie die richtigen für Ihre Rolle sind. Selbst Marc Jon Jeffries und Aree Davis in ihrer Rolle als Evers Kinder wissen zu überzeugen, denn gerade bei Kindern fällt es schnell auf, wenn diese nicht zu überzeugen wissen und nur wenig Talent mitbringen. Als Fazit kann man festhalten, das es Rob Minkoff zu 100 Prozent gelungen ist einen gruseligen Familienspaß zu inszenieren an dem nicht nur die Kinder Ihren Spaß haben. Mir, als mittlerweile 25 Jähriger, hat dieser Gruselspaß ausgesprochen gut gefallen, was an all den oben angesprochenen Punkten liegt. Zugegeben, ich bin mit sehr niedrigen Erwartungen in “Die Geistervilla” gegangen, so dass eine Enttäuschung nur schwer möglich gewesen wäre und muss im nachhinein eingestehen, dass ich diese niedrigen Erwartungen zu unrecht hatte. “Die Geistervilla” hat mich auf ganzer Linie überzeugt und wir von mir ungeschränkt weiterempfohlen. Trotz alledem gibt es von mir in der Gesamtwertung nur vier Sterne, da dieser Film zwar ein sehr guter, bei weitem aber kein Meisterwerk ist. [Sneakfilm.de]

Leave a Review?

You must be registered and logged in to submit your review.