Dreamgirls Stream Deutsch

Dreamgirls
Detroit in den 1960er Jahren: Bei einem Nachwuchs-Talentwettbewerb fällt dem AutohändlerCurtis Taylor Jr. das Mädchentrio “The Dreamettes” auf – er nimmt die talentierte Band unter Vertrag. Zunächst treten die Dreamettes noch im Vorprogramm von Künstlern wie James „Thunder Early auf. Wenig später ändern sich die Trends auf dem Musikmarkt und die Stunde der Dreamettes hat endlich geschlagen. Deena ersetzt schon bald aufgrund ihrer optischen Reize und massenkompatibleren Stimme Effie als Leadsängerin, was natürlich zu internen Problemen und Eifersüchteleien führt. Nach einigen erfolgreichen Jahren trennen sich die Wege der Dreamettes und alle gehen unterschiedliche Wege …

Reviews

Michael
„Dreamgirls“ ist ein Musikfilm der begeistert. Die Story ist nicht auf Kosten der Musik auf der Strecke geblieben und das ganze ist auch kein Musical, sondern ein Film mit Gesangseinlagen. Bill Condon (Candyman 2 – Die Blutrache, Kinsey) gelingt es dabei nahezu perfekt die beiden Elemente miteinander zu verweben und seine Geschichte vor allem glaubhaft zu erzählen. Lose auf der Erfolgsgeschichte von „The Temptations“ basierend packt die Geschichte von „Dreamgirls“ schnell den Zuschauer und nimmt ihn bis zum Ende mit auf eine musikalische Unterhaltungsreise. Dabei ist der Film nicht nur gut erzählt, sondern auch gut besetzt. So kann Eddie Murphy (Die Geistervilla, Boomerang) hier beweisen, dass er doch noch mehr drauf hat als schlechte Komödien zu drehen. Doch auch Jamie Foxx (Operation: Kingdom, Ray) darf man auf Seiten der männlichen Darsteller nicht vergessen. Er spielt den Autohändler und Manager von „The Dreamettes“ wirklich herausragend. Ebenfalls in einer Nebenrolle zu sehen ist Danny Glover (Die Stadt der Blinden, Saw). Er hat in „Dreamgirls“ zwar nur eine relativ kleine Rolle, doch passt er perfekt zu seinem Charakter und ergänzt die Besetzungsliste dadurch perfekt. Die weibliche Besetzung zu „Dreamgirls“ liest sich nicht weniger prominent und ist bei einem Film über eine Musikgruppe, die aus Frauen besteht sicher sogar wichtiger als die Riege der männlichen Schauspieler. Mit Beyoncé Knowles (Austin Powers in Goldständer, Der rosarote Panther) gibt sich eine Sängerin die Ehre, die schon vor ihrem Auftritt in „Dreamgirls“ einige Schauspielerfahrung sammeln durfte und nun eindrucksvoll beweist, dass sie in diesem Bereich mindestens genauso talentiert ist wie bei der Musik. Mit Jennifer Hudson befindet sich noch eine zweite Sängerin auf der Besetzungsliste von „Dreamgirls“. Für sie war dieser Musikfilm der erste Ausflug auf die Leinwand, doch auch sie zeigt, dass sie durchaus talentiert ist. Ebenfalls überzeugen können Anika Noni Rose (Wie überleben wir Weihnachten?, Just Add Water), Sharon Leal (Face the music, This Christmas) und Loretta Devine (Düstere Legenden, L.A. Crash). Wie man sieht ist „Dreamgirls“ also ein rundum gelungener Film, der nicht umsonst mit zwei Oscars ausgezeichnet wurde. Ist es bei solchen Musikfilmen ja oft entscheidend, ob einem die verwendete Musikrichtung zusagt, spielt dies für mich bei „Dreamgirls“ nur eine untergeordnete Rolle. Dieser Film überzeugt vor allem durch seine Geschichte und die Musik ist mehr ein unterstützendes Mittel als der Mittelpunkt. [Sneakfilm.de]
Kalla Malla
Wer seine Träume erreichen will, muss seine moralischen Überlegungen vergessen. Diesen Leitsatz sollten sich vor allem angehende Stars gut einprägen. Besonders dies will uns _Dreamgirls_ vermitteln, der den Zuseher in eine rasante Glitzerwelt entführt und ihm in unterhaltsamen 131 Minuten erzählen will, wie oberflächlich die Musikwelt doch ist. Diese Kritik erweist sich zwar als etwas platt und unausgegoren, aber die emotionale und glitzernde Oberfläche ist dennoch einen Blick wert. Die drei Freundinnen Deena Jones (**Beyonce Knowles**), Lorell Robinson (**Anika Noni Rose**) und Effie Melody White (**Jennifer Hudson**) treten unter dem Namen "The Dreamettes" bei einem Talentwettbewerb an. Sie gewinnen zwar nicht, werden aber vom Gelegeheitsmusikmanager und Autoverkäufer Curts Taylor Jr. (**Jamie Foxx**) entdeckt und engagiert, um für den etablierten Künstler James "Thunder" Early (**Eddie Murphy**) im Background zu singen. Obwohl der langjährige Manager von James, Marty Madison (**Danny Glover**), dagegen ist und sich von der Zusammenarbeit distanziert, geht das Gespann gemeinsam auf Tour. Doch nach einem Autritt in Miami wird Curtis schnell klar, dass er etwas an der Konstellation ändern muss. Die weißen Zuhörer werden durch die extrovertierte und energiegeladene Show von James Early abgeschreckt und so beschließt Curtis, die Dreamettes von James zu trennen. Er will eine Band die sowohl den weißen, als auch den schwarzen Zuhörern gefällt und deshalb schiebt er seine Freundin, und vergangene Leadsängerin, Effie in den Background und befördert die attraktive Deena Jones zur Leadsängerin. Diese kann zwar nicht so gut singen wie Effie, sieht aber dafür besser aus, was in der Welt des Fernsehens ein unschätzbares Kapital ist. Doch jetzt zerfressen Eifersucht und Wut die Band und deshalb beendet Curtis sowohl die Beziehung, als auch die Zusammenarbeit mit Effie. Er heiratet Deena und leitet die Gruppe mit eiserner Faust. Während die Band, die sich jetzt "The Dreams" nennt und einen Hit nach dem anderen abliefert, muss sich Effie, die als sie von Curtis verlassen wurde schwanger war ohne ihm das zu sagen, als alleinerziehende, arbeitslose Mutter durchschlagen. Auch der ehemalige Star James "Thunder" Early landet auf dem absteigenden Ast und verfängt sich in Alkohol- und Drogenabhängigkeit... Der an der wahren Geschichte der Supremes angelehnte _Dreamgirls_ entpuppt sich bald als rasantes und humorvolles Feel-Good Movie mit einigen dramatischen Zügen. Zwar können diese nicht durchgehend überzeugen und auch die kritischen Töne, die der Film an manchen Stellen, speziell über die Schnelllebigkeit und Skrupellosigkeit der Musikindustrie, anschlägt wirken sehr oberflächlich. Dennoch ist Dreamgirls ein Film, bei dem die Zeit wie im Flug vergeht und der trotz 131 Minuten Laufzeit nie langweilig wird. Dies liegt zum Großteil an den absolut vorbildlichen Darstellern. Die beiden großen Frauen des Films, die beide aus der Musikwelt stammen, wurden bereits im Vorfeld sehr gelobt und überzeugen tatsächlich als gestandende Schauspielerinnen. Sowohl **Beyonce Knowles**, als auch **Jennifer Hudson** haben zwar den Vorteil dass vieles in _Dreamgirls_ durch Musik zum Ausdruck gebracht wird, aber dennoch können sie sich als Schauspielerinnen profilieren und spielen mit sehr viel Emotion. Zwar ist Beyonce die Werbefigur für den Film, die überzeugendere Leistung bringt aber eindeutig Jennifer Hudson, die nicht nur durch ihre stimmlichen Qualitäten überzeugt, sondern auch große Gefühle glaubhaft übermitteln kann. Dennoch bleiben die schauspielerisch überzeugensten Darbietungen ganz in der Hand der "echten" Darsteller. Jamie Foxx, traut sich zum ersten Mal zu einen Bösewicht zu spielen, der den ganzen Film über unsympathisch ist und lediglich am Ende einen kleinen Sympathiebonus bekommt. Er spielt seinen Manager als gefühlskalten und berechnenden Menschen, dem alles recht ist, das in irgendeiner Form Geld bringt. Als sein Manager-Gegenpart sehen wir einen Danny Glover, der schon sehr lange nicht mehr auf so hohem Niveau gespielt hat. Er spielt quasi das Gegenteil von Jamie Foxx und repräsentiert den einzig "Guten" in der rauhen Musikwelt. Doch einer überstrahlt alle und bleibt als der Glanzpunkt des Films in Erinnerung: Eddie Murphy, der nach komödiantischen Hochleistungen in den 90ern, am Boden lag und dessen Karriere viele bereits als beendet betrachteten, spielt sich mit seiner feinfühligen und nuancierten Darstellung direkt in die Herzen der Zuseher. Im ersten Teil des Films spielt er den energiegeladenden Superstar mit magischer Anziehungskraft und er schafft es auch den facettenreichen Übergang zum alkohol-und drogenabhängigen Star am absteigenden Ast, glaubhaft zu portraitieren. Er spielt diese Rolle mit seinem ganzen Herzblut und es ist ergreifend ihn dabei zu beobachten. Er empfiehlt sich hier sehr für einen Oscar als bester Nebendarsteller und wird ihn aller Vorraussicht nach auch erhalten. Ein Goldjunge wäre der beste Startschuss für die Rückkehr an die Spitze für den, wie der Phönix aus der Asche steigende, Eddie Murphy. An Unterhaltungswert mangelt es dieser kurzweiligen Musicalproduktion sicher nicht. Doch leider gibt es ein anderes Problem in dem Film: Nach der etwas ruppigen Einleitung, in der sich der Zusher erst mal orientieren muss, da er ohne Einführung in das Geschehen geworfen wird, vergeht die Zeit bis zur Mitte des Films sehr schnell. Doch dann, als sich sowohl die Dreamettes untereinander, als auch von James "Thunder" Early trennen, leidet der Film daran dass man als Zuseher viel mehr Interesse an den Nebenfiguren, als an der Band hat. Nach dem sich die beiden großen Pluspunkte, Eddie Murphy und Jennifer Hudson, von der Band verabschiedet haben und man sie seltender zu Gesicht bekommt erleidet der Film einen kleinen Einbruch. Nichtsdestotrotz ist _Dreamgirls_ ein kurzweiliger Unterhaltungsfilm auf relativ hohem Niveau. Die Zeit vergeht schnell und die Musiknummern sind gut inszeniert und überzeugen durchgehend. Lediglich dass selbst manche Dialoge gesungen werden wirkt sich störend auf den Handlungsfluss aus. Was übrig bleibt ist ein grelles, Glitzermusical mit vortrefflichen Kostümen, pompöser Ausstattung und etwas Kitsch das großteils viel Spaß macht und für einen unterhaltsamen Abend sorgt. Fazit: _Dreamgirls_ ist ein großartig gespieltes Musical, das Spaß macht, aber leider etwas oberflächlich ist und in den dramatischen Aspekten der Geschichte nicht durchgehend überzeugt. Dennoch empfinde ich den Film alleine wegen der schönen Musik und einen fabelhaften Eddie Murphy als sehenswert. Für kurzweilige Unterhaltung und einen schönen, entspannenden Abend sorgt der Film auf jedenfall.

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