Ghost Rider Stream Deutsch

Ghost Rider
Um seinen todkranken Vater zu retten, überschreibt der junge Motorradfahrer Johnny Blaze seine Seele Mephistopheles. Jahre später ist er zum gefeierten Stuntstar aufgestiegen, doch die Liebe seines Lebens, Roxanne, mußte er damals aufgeben. Doch eines Tages ist Roxanne, inzwischen Reporterin, wieder da - und Mephistopheles offeriert Blaze, die Möglichkeit, seine Seele zurückzugewinnen, wenn er als der Ghost Rider gegen den machthungrigen Sohn des Teufels, Blackheart antritt, der eine neue Hölle auf Erden errichten will. Ghost Riders Zeichen ist eine höllische Maschine und ein Gesicht, das einem flammenden Totenschädel gleicht...

Reviews

Kalla Malla
Johnny Blaze (Matt Long) ist der Sohn des berühmten Stuntfahrers Barton Blaze (Brett Cullen), der mit seinen waghalsigen Motorradstunts immer wieder die Hallen füllt. Diese Leidenschaft hat sich auch auf Johnny übertragen, weshalb er seinen Vater schon in jungen Jahren bei seinen Shows unterstützt. Eines Tages erfährt Johnny allerdings, dass sein Vater an Krebs erkrankt ist. Noch während er sich die Frage stellt, wie es nun weitergeht, steht ein unbekannter Mann (Peter Fonda) in seiner Werkstatt, der Johnny einen höchst merkwürdigen Deal anbietet: Verkauft der junge Mann seine Seele, erhält sein Vater seine Gesundheit wieder. Johnny willigt ein, unwissentlich, dass es sich bei dem Fremden um Mephistopheles, den Teufel höchstpersönlich handelte. Die Jahre vergehen und aus Johnny (Nicolas Cage) ist ein weltbekannter Stuntfahrer geworden, der seinem Vater alle Ehre macht. Kein noch so wahnwitziger Stunt ist Johnny zu gefährlich, denn aufgrund des Deals mit dem Teufel kann er nicht sterben. Eines Tages taucht dieser überraschend wieder auf und fordert seine Schuld von Johnny ein. Er verwandelt den um seine Seele beraubten Stuntfahrer in den Ghost Rider, ein mit feurigem Totenschädel bestückter Kopfgeldjäger, der fortan Nacht für Nacht auf seinem brennenden Motorrad die Gegner des Teufels jagt und zur Strecke bringt. Blaze's Auftrag lautet, Blackheart (Wes Bentley), der zusammen mit drei höllischen Gehilfen auf der Suche nach dem Vertrag von San Verganza ist, aus dem Weg zu räumen. Dieser Vertrag würde Blackheart, dem Sohn des Teufels, die Kontrolle über 1000 dämonische Seelen geben. Unterstützung bei seinem Kampf gegen Blackheart erhält der Ghost Rider Johnny Blaze dabei von seiner Jugendliebe Roxanne (Eva Mendes), sowie dem mysteriösen Caretaker (Sam Elliott), der selbst ein Geheimnis mit sich trägt.. Was vor ein paar Jahren mit Sam Raimi's "Spider-Man" begann, hat sich zu etwas entwickelt, das kaum abzusehen war. Mittlerweile ist ein schierer Comicverfilmungswahn ausgebrochen, der keine Grenzen mehr kennt. Die berühmtesten Comicvorlagen wie die eben genannte, außerdem "Batman", "X-Men", "Hulk" und einige andere fanden natürlich längst ihren Weg auf die große Leinwand. Nun greifen immer mehr Regisseure verstärkt auf die eher unbekannten Comics zurück, aus denen sich jedoch auch passable Actionkracher formen lassen. Insbesondere Marvel und DC sind dabei ganz groß im Rennen, denn Streifen wie "Thor", "Wonder Woman", "The Flash" und "Iron-Man" sind bereits in Planung. Mit "Ghost Rider" wurde nun kürzlich ein weiterer, vergleichsweise eher unbekannter Comic von Marvel verfilmt, der in Deutschland kaum Popularität genießt. In den Staaten hingegen ist die Heftchenserie um die brennenden Kopfgeldjäger des Teufels seit Anfang der 70er recht bekannt, wenn auch längst nicht so erfolgreich wie die "X-Men" oder "Spider-Man". Für eine Verfilmung entschied man sich, Mark Steven Johnson auf den Regiestuhl zu platzieren, denn dieser hat bereits mit "Daredevil" bewiesen, dass er sich in einer Comicwelt heimisch fühlt. Nun ist es natürlich immer recht hilfreich, die zugrunde liegenden Comics zu kennen, wenn man sich eine Verfilmung von ebendiesen zu Gemüte führt. Bei vielen Verfilmungen bisher hatte ich dieses Glück, doch im Falle von "Ghost Rider" musste ich leider passen, denn bis zur Erscheinung des Films wusste ich nicht einmal von der Existenz einer derartigen Comicserie. Aus diesem Grund kann ich keinen Vergleich von Vorlage zu Umsetzung anstellen, doch meinen Recherchen nach soll sich Johnson wohl einige künstlerische Freiheiten genommen, und einiges weggelassen oder abgeändert haben. Damit hatte ich persönlich keine Probleme, ebensowenig damit, einen Einstieg in das Geschehen zu finden. Nach einer furiosen Introsequenz wird man sogleich in das Geschehen geworfen und hat keine ernstzunehmenden Probleme, sich zurechtzufinden. Natürlich gibt es für die Laien zum Ende des Films hin ein paar unbeantwortete Fragen, doch das ist bei den meisten Comicverfilmungen der Fall. Was mir dafür schnell auffiel, ist die Tatsache, dass Johnson ausgiebige Charakterisierungen wohl nicht so sehr liegen. Über viele Personen und deren Motive erfährt man gerade mal das Nötigste, ausführlich wird es jedoch nie. Weiter schlimm ist dies jedoch nicht, so hat man sich nämlich mehr Zeit, sich über die unzähligen Actionszenen zu amüsieren.. So dachte ich zumindest im Vorfeld. Bei 120 Millionen Dollar Budget (von denen 20 Millionen alleine an Hauptdarsteller Nicolas Cage gingen) rechnet man mit einer Menge Krawumm, doch in diesem Punkt hält sich "Ghost Rider" überraschend zurück. Wenn Johnny Blaze sich zum ersten Mal verwandelt und auf seinem brennenden Motorrad eine Spur der Verwüstung hinterlässt, dann ist das nicht nur überaus rasant, sondern auch optisch schön anzusehen. Ansonsten gibt es noch eine sehr schöne Szene auf einem Hochhaus, in der der Ghost Rider seine brennende Stahlkette als Lasso verwendet, um damit einen Hubschrauber zu fangen. Die größten Schwächen des Films machen sich immer dann bemerkbar, wenn der Film ohne SFX auskommen muss. Die Handlung ist ziemlich dünn, die romantischen Szenen zwischen Johnny und seiner großen Liebe Roxanne wirken aufgesetzt und kitschig. So läuft der Streifen nur dann zu Hochformen auf, wenn die Effekte ihre Muskeln spielen lassen. Und auch, wenn man durchaus sieht, wohin die 120 Millionen verschwunden sind, so muss man doch sagen, dass andere Filme dieser Gattung bereits wesentlich mehr geboten haben. Insbesondere was Spannung angeht, kann Mark Steven Johnson von Sam Raimi beispielweise noch einiges lernen. Bei den Gegnern hätte "Ghost Rider" noch einmal eine Überarbeitung vertragen. Gegen Blackheart liefert sich der Ghost Rider zwar noch einen passablen Showdown, doch dessen Schergen, drei Dämonen, stellen absolut keine Bedrohung dar. Der Superheld ist ihnen klar überlegen und hat sie ohne viel Mühe in weniger als einer Minute erledigt. So kommt leider keinerlei Spannung bei den Kämpfen auf, was ich sehr vermisst habe. Laut meinen Informationen bieten die "Ghost Rider" Comics eine Mischung aus Western- und Horrorfeeling, was von der Verfilmung wirklich gut vermittelt wurde. So gibt es einige Szenen in der Wüste, der Kampf zwischen dem Ghost Rider und dem Sohn des Teufels wirkt anfangs sogar wie ein tyisches Westernduell. Die schöne Musikuntermalung tut ihr übrigens, um eine treffsichere Atmosphäre entstehen zu lassen. Der Ghost Rider selbst wurde übrigens ganz ansehlich animiert, auch wenn man schon sagen muss, dass hier noch ein wenig mehr drin gewesen wäre. Ich kann garnicht genau sagen, was mich gestört hat, doch bei dem brennenden Totenschädel musste ich die ganze Zeit an ein Videospiel denken, da war das entflammte Motorrad auf jeden Fall eine ganze Ecke cooler und stylischer. In den gut 110 Minuten Spielzeit gibt sich Johnson wirklich Mühe, dass seinem Publikum nicht langweilig wird. So wird man anfangs von Johnnys wirklich spektakulären Stunts (wie z.B. einem Sprung über drei Hubschrauber) bei Laune gehalten, während der Hauptdarsteller im Folgenden den typischen Übergang zum Superhelden durchmacht, seine Kräfte kennenlernt und seine Feinde besiegt. Überraschungsreich ist der Film nie, spannend auch nicht, doch er bietet solide Hollywood-Unterhaltung, die durchaus Spaß macht, viele coole Szenen bietet und dem Comic, soweit ich meinen Informationsquellen Glauben schenken darf, durchaus gerecht wird. Nach einiger Zeit des Überlegens fiel die Wahl des Hauptdarstellers auf Nicolas Cage, welcher sich bereits um die Rolle als Superman bewarb, und nun endlich einen Superhelden mimen durfte. Cage selbst ist bekennender Comicfan, nennt eine riesige Sammlung sein Eigen, hat seinen Sohn nach dem Superman Charakter Kal-El benannt und ließ sich ein Ghost Rider Tattoo stechen, welches für die Verfilmung natürlich verdeckt werden musste. Nicolas Cage ist der Spaß, den er bei den Dreharbeiten hatte, wirklich ins Gesicht geschrieben, er spielt Johnny Blaze gut aufgelegt und immer mit einem flotten Spruch auf den Lippen. Mir persönlich hat Cage jedoch in anderen Streifen mehr zugesagt, da er in "Ghost Rider" durchaus schonmal zum Overacting tendiert und seinem Schauspiel eine sehr übertriebene Note verleiht. Bodenständiger sind da schon Peter Fonda als wirklich höllisch guter Teufel, sowie Eva Mendes als obligatorische Freundin des Helden. Ebenso zu gefallen wissen Sam Elliott als Johnny's Mentor, sowie Wes Bentley als Sohn des Teufels. Letzterer hat bereits in "American Beauty" brilliert und kann nun endlich wieder sein schauspielerisches Können unter Beweis stellen. Ich habe mir von "Ghost Rider" sicherlich nicht die ultimativ beste Comicverfilmung erhofft, sondern legte mein Vertrauen vielmehr in hirnloses Hollywood-Entertainment. Dieses bekam ich auch und so muss ich sagen, konnte der Streifen noch für recht ordentliche Freitagabend-Unterhaltung sorgen. Über guten Durchschnitt jedoch kommt der 120 Millionen Dollar Blockbuster nicht hinaus. Handlung und Charaktere sind gewohnt oberflächlich, Spannung fehlt dank viel zu schwacher Gegenspieler fast vollständig. Dennoch kann das Werk eine überzeugenden Look und grandiose SFK bieten, was einen dafür wieder entschädigt. Letzten Endes ist "Ghost Rider" anspruchloses Effektkino mit all seinen Höhen und Tiefen, nicht mehr und nicht weniger.
Michael
Ich bin mehr als froh, dass ich mir „Ghost Rider“ seiner Zeit nicht im Kino angesehen habe. Ein völlig deplatziert wirkender Nicolas Cage (Con Air, Tricks) agiert vor schlecht austaffierten Szenenbildern, billig wirkenden Effekten und einer Geschichte, die auf weniger als einer Streichholzschachtel platz hat. Klar, es handelt sich bei dem von Mark Steven Johnson (Daredevil) inszenierten Film um eine Comicverfilmung, also einem Genre, in dem nicht immer alles realistisch sein muss, aber sollte auch in einer Comicverfilmung das gezeigte nicht albern wirken. Und das ist in „Ghost Rider“ leider der Fall. Schaut man sich den Charakter des knochigen Rächers an, fragt man sich gerade in den Großaufnahmen, wie man es geschafft hat eine solch alberne Figur zu erschaffen. Anstatt furchteinflößend zu wirken, muss man bei diesem „Ghost Rider“ aufpassen, dass man nicht laut loslacht. Unter dem Strich ist der Film nicht wirklich sehenswert. Ich denke, dass selbst Freunde der Comics nicht wirklich von „Ghost Rider“ begeistert sind und zum Teil sicherlich froh wären, wenn dieser Film nie gedreht worden wäre. [Sneakfilm.de]

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