X-Men: Zukunft ist Vergangenheit Stream Deutsch

X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
In der Zukunft stehen die Mutanten kurz vor dem Aussterben, weil sie von Killer-Robotern gejagt und getötet werden: den Sentinels. Aufgrund der Bedrohung arbeiten die Gegner Magneto und Charles Xavier zusammen - ihr Plan sieht vor, den Terror durch die Sentinels gar nicht erst zuzulassen. Dazu schicken sie Wolverines Bewusstsein mit Hilfe von Kitty Pryde in die Vergangenheit, da sich sein Geist von den Folgen einer solchen Zeitreise erholen kann. In der Vergangenheit soll Wolverine eine Tat Mystiques verhindern, die den Bau der Sentinels erst möglich machte; der Eingriff würde also die Zukunft im Sinne der Mutanten verändern. Doch dafür muss Wolverine erst ein Team aus Mutanten zusammenstellen – was sich als schwierig erweist. Der junge Charles Xavier etwa ist in einem miserablen psychischen Zustand…
Title X-Men: Zukunft ist Vergangenheit
Release Date 2014-05-15
Runtime
Genres Action Abenteuer Fantasy Science Fiction
Production Companies Revolution Sun Studios, The Donners' Company, Marvel Entertainment, Bad Hat Harry Productions, TSG Entertainment, Down Productions, 20th Century Fox
Production Countries United Kingdom, United States of America

Reviews

Joerg Melzer
Der Pfad des Vorgängers wird konsequent weitergeführt, auch wenn Bryan "X1" Singer seinen Spezi Matthew Vaughn auf dem Regiestuhl wieder abgelöst hat; die erzählerische Kontinuität bleibt ohne jeden Bruch bewahrt, indes die X-Men nun von Dekade zu Dekade springen und im Rückblick irgendwann auf eine stolze Zeitgeschichte zurückblicken können (die 80er sind ja nun schon für den nächsten Film reserviert). Die 70er passen eben auch gerade ideal in den Zeitgeist, der in Vintage und Retro-Futuristik ja regelrecht vernarrt ist, und mit dem auch nach sechseinhalb Wolverine-Einsätzen immer noch stark aufspielenden Hugh Jackman als Tourguide macht der Ausflug in die Nixon-Ära eine Menge Spaß. Eine Zeit des Erwachens und der Bewegung wird von Singer portraitiert und der gesellschaftliche Wandel streckenweise kongenial mit der Mutantenproblematik verknüpft, was gleichermaßen als Phantastik-Kino wie als Minderheitenallegorie funktioniert. Auch ist der Fokus angenehm weit entfernt von Mutanten-Action, die eher dosiert vonstatten geht (wenn aber, dann richtig; die an das Videospiel "Portal" erinnernde Fähigkeit der neuen Mutantin Blink spielt raffiniert mit Dimensionen und der von Evan Peters dargestellte Quicksilver hat den tricktechnisch spektakulärsten und zugleich witzigsten Auftritt), wovon die Charaktere enorm profitieren - was schon eine Meisterleistung ist, bedenkt man die enorme Anzahl an Charakteren, von denen einige selbst durch kurze Chameos bleibenden Eindruck hinterlassen. Die gewählte Erzählstruktur hingegen überzeugt weniger: Zu oft muss man hierbei an das verhaspelte Generationentreffen bei "Star Trek" denken, und gerade der zur Passivität verdammte Präsenz- bzw. Futur-Erzählstrang hat den Charme eines umrahmenden Lagerfeuerabends, was um so fataler ist, wenn man bedenkt, dass draußen die todbringenden Sentinels an die Tür klopfen. Der beabsichtigte Countdown-Effekt mag sich trotz der effektiven Eingangsszene, die die Sentinels im brutalen und schonungslosen Einsatz zeigt, nicht so richtig einstellen. Insbesondere Ellen Page's Charakter leidet unter dieser Konstellation; sie wird im nächsten Film hoffentlich mehr beitragen können. Dies ist eher wieder der Film von Jennifer Lawrence, deren Mystique mehr noch als im Vorgänger als Schlüsselelement gestaltet wird. Singer jedenfalls ist wieder ganz in seinem Element, jongliert mit der gewaltigen Masse an Mutanten so gut wie irgend möglich und bewältigt den nicht eben so einfachen Anknüpfpunkt an den komplex geschriebenen Vorgänger sehr gut. Das wären lockere 8 Punkte, wäre der Handlungsbogen um die alten X-Men nicht so statisch und ließe der Film nicht - wie schon sein Vorgänger - das Ikonische vermissen, das dem Regisseur mit seinen ersten beiden Teilen gelungen war.

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