Die Rückkehr des Dr. Phibes Stream Deutsch

Doktor Phibes lebt!
Die Rückkehr des Dr. Phibes
Vor drei Jahren hat der durch einen Unfall entstellte Dr. Phibes das Ärzteteam ermordet, welches für den Tod seiner Frau verantwortlich war. Jetzt begibt er sich nach Ägypten, um einen verborgenen Fluss zu finden, der seiner toten Gemahlin das Leben wiederschenken soll. Diesen ominösen Fluss aber sucht auch eine Gruppe von Archäologen, und diese werden von Phibes in gewohnter Manier daran gehindert, ihm in die Quere zu kommen...

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Kalla Malla
Nach drei Jahren erwacht der psychopatische Organist Anton Phibes (Vincent Price) aus seiner künstlich herbeigeführten Totenstarre. Diese Maßnahme war notwendig, um seinen Häschern zu entgehen. Seine Frau Victoria ist tot, sein Gesicht entstellt und sprechen kann er nur noch mittels eines Mechanismus am Hals. Er beabsichtigt, seine geliebte verstorbene Gemahlin Victoria wieder zu neuem Leben zu erwecken. Dazu braucht er eine altägyptische Schriftrolle, auf der der Weg zum Fluss des ewigen Lebens verzeichnet ist. Als er aber aus seinem geheimen Kellergewölbe hinauf in sein Haus zurückkehrt, muss er feststellen, dass das Gebäude fast völlig zerstört wurde und man ihm seine Schriftrolle gestohlen hat. Die befindet sich jetzt im Besitz des Archäologens Darius Biederbeck (Robert Quarry), der ebenfalls von dem Mythos des ewigen Lebens fasziniert ist. Phibes kann sich die Karte zurückholen und begibt sich zusammen mit seiner stummen Assistentin Vulnavia und der einbalsamierten Leiche seiner Frau auf eine Reise nach Ägypten. Dort existiert ein von ihm schon vor Jahren vorbereitetes Versteck, derweil sein Wiedersacher Biederbeck Grabungen ganz in der Nähe leitet. Als Biederbeck erneut Phibes in die Quere kommt, beginnt Phibes wieder mit ausgefallenen Tötungsmethoden das Grabungsteam zu dezimieren... Die kreativen Morde werden diesmal von Phibes nicht dem Alten Testament, sondern ägyptischen Flüchen nachempfunden. Phibes Widersacher sterben erneut auf delikateste Weise durch Skorpione, Schlangen, Sandstürme und Folterinstrumente, begleitet wird er wieder von seiner stummen Partnerin Vulnavia, die doch eigentlich im ersten Teil durch Säure starb... nun ja, tun wir so, als hätten wir es nicht bemerkt, sie wird ja auch von einer anderen Darstellerin gespielt. Dies wurde notwendig, da Virginia North aufgrund ihrer Schwangerschaft für die Dreharbeiten nicht zur Verfügung stand. Valli Kemp übernahm deshalb die Rolle der Vulnavia. Ursprünglich hätte Dr. Phibes eine neue Assistentin haben sollen. Doch das Studio bestand wegen des Wiedererkennungswertes darauf, den Namen Vulnavia beizubehalten, also wurden alle entsprechenden Passagen des Drehbuches, die auf eine neue Assistentin hinweisen, gestrichen. Die Qualität dieses Nachfolgefilms zum Vorgänger schwächelt ein bisschen. Dies liegt zum einen darin, dass sich im Grunde der gleiche Film nochmals abspielt und die Vorgänge einfach nicht mehr so frisch und originell sind, zum anderen fehlt es hier an einer konkreten Motivation für die kunstvollen Tötungen. Im Original hat sich Phibes an Schuldigen gerächt, hier sind die Opfer lediglich zufällig zur falschen Zeit am falschen Ort, und die grausamen Taten des stummen Monsters nicht wirklich angemessen, was den Spaß deutlich mindert. Zudem fehlt es dem Film an Grundspannung. Das Finale ist hingegen sehr schön erdacht und kann einige Schwächen wieder wettmachen. Vor allem die in Spanien gedrehten Wüstenszenen beeindrucken. Glücklicherweise hat man auf einen dritten Teil verzichtet. Kurz gesagt, »Die Rückkehr des Dr. Phibes« leidet an der typischen Sequel-Krankheit, sprich: es ist alles schon mal dagewesen. Trotzdem bietet er noch so viel makaberen Humor und hübsche Einfälle, dass er dem Original keine Schande bereitet, und Vincent Price ist sowieso immer sehenswert. Wieder dabei ist der skurrile Inspektor Trout (Peter Jeffrey), der Phibes schon im Original erfolglos jagte. Das Schreckenskabinett wurde am Ende des ersten Teils zerstört, Phibes' ägyptisches Versteck in einer Berghöhle besitzt leider nicht das gleiche Flair, dafür ist die mechanische Band mitgereist. In Nebenrollen tummeln sich Horror-Ikone Peter Cushing, Terry-Thomas und Robert Quarry, Caroline Munro spielt erneut die tote Phibes-Gattin. Während der Dreharbeiten soll eine gewisse Feindschaft zwischen Vincent Price und Robert Quarry geherrscht haben. Dies hing vor allem damit zusammen, dass Price herausgefunden hatte, dass Samuel Z. Arkoff von AIP seinerzeit plante, ihn gegen den »kostengünstigeren« Quarry als ihren neuen Horrorfilm-Hauptdarsteller zu ersetzen. Fazit: »Die Rückkehr des Dr. Phibes« erreicht nicht ganz die künstlerische Klasse des erfolgreichen Vorgängers, kann aber mit bizarren Einfällen und einem grandiosen Vincent Price in der unsterblichen Titelrolle immer noch glänzend unterhalten.

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