Crank Stream Deutsch

Langsam sterben war gestern.
Crank
Als Chev Chelios in seiner Wohnung aufwacht, erinnert er sich nicht mehr daran, was die letzte Stunde passiert ist. Glücklicherweise findet er im Wohnzimmer eine DVD, die ihm die ersten Minuten seines Schlafes dokumentiert: der Kriminelle Ricky Verona und sein Bruder schlugen ihn zusammen und injizierten ihm dann ein chinesisches Gift, das sich schnell in seinem Körper ausbreitet. Der Effekt: innerhalb kürzester Zeit soll er tot sein. Schnell realisiert er, dass er am Abend bereits tot sein wird und macht sich auf den Weg, um vor seinem baldigen Ende wenigstens noch Rache zu üben, da es kein Gegenmittel zu geben scheint. Nur Adrenalinstöße können die Wirkung des Gifts verlangsamen, weshalb seine Reise durch L.A. bald zu einem andauernden Amoklauf mutiert, dessen Weg nicht nur Verona und seine Männer kreuzen. Und dann wäre da noch Chevs Freundin Eve, die bald hineingezogen wird und die er um jeden Preis beschützen will...
Title Crank
Release Date 2006-08-31
Runtime
Genres Action Thriller Krimi
Production Companies Lions Gate Films, Lakeshore Entertainment, RadicalMedia, GreeneStreet Films
Production Countries United States of America

Reviews

Michael
„Crank“ hat mir richtig gut gefallen und selten hat ein Filmtitel so gut zum Film gepasst wie es bei diesem Werk der Fall ist. Von der ersten Minute an inszeniert das Regieduo Mark Neveldine und Brian Taylor ein Actionfeuerwerk sondergleichen. Auch zeigt Hauptdarsteller Statham (Snatch, The Transporter) von Beginn an was für eine coole Sau er ist. Gegenüber Statham wirkt dann auch ein Großteil der restlichen Besetzung eher blass. Besonders die Gegenspieler von Stathams Figur Chev Chelios, Jose Pablo Cantillo (Bondage) als Ricky Verona und Carlos Sanz (Backdraft) als Carlito, fehlt es an Charisma. Besonders störend ist dieser Umstand allerdings nicht, denn im Vordergrund des Film steht die erstklassig inszenierte Action. Mit Amy Smart (Road Trip, The Butterfly Effect) und Dwight Yoakam (Panic Room, Bandidas) gibt es aber auch zwei positive Überraschungen im Cast. Smart verkörpert die etwas dümmliche Freundin von Chelios wirklich sehr unterhaltsam und stellt später im Film unter Beweis, dass an dem Sprichwort „Dumm fickt gut“ etwas wahres dran ist und auch Yoakam kauft man seine Rolle als unkonventioneller Arzt ab. Gut gefallen hat mir auch die Optik des Films. An vielen Stellen gibt es ungewöhnliche Stilmittel, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubern. So telefoniert Chelios zum Beispiel während einer Autofahrt mit seinem Kumpel Kaylo (Efren Ramirez) und während des Gesprächs sieht man Kaylo auf dem Seitenspiegel des Autos. Ein weiteres Beispiel für die gelungenen Stilmittel ist eine Szene in der Chelios mit einem Aufzug fährt. Mit ihm ihn Auto ist ein Asiate, der in seiner Landessprache spricht. Das ganze ist untertitelt und mit einem Schwenk auf Chelios schwenken auch die Untertitel mit, so dass man das gesagte in Spiegelschrift sieht. Hierdurch entsteht der Eindruck, als ob Chelios ebenfalls die Untertitel sehen würde. Ein weiterer Punkt sind die in den Film eingestreuten bösen Witze. So nimmer Chelios in einer Szene einen Club voller Schwarzer hoch und wird von den dort aktiven Gangstern als weißer Nigger beschimpft. Später möchte Chelios dann triefend nass in ein Taxi einsteigen. Der arabisch aussehende Taxifahrer verweigert ihm aber die Mitnahme, woraufhin Chelios ihn kurzer Hand aus dem Taxi zerrt. Schnell noch ein Al-Qaida in die Runde gerufen und schon wird der Taxifahrer von einem Haufen Rentner verprügelt. Einen ganz wichtigen Punkt spielen in „Crank“ natürlich die Actionszenen. Und hier gibt der Film mächtig Gas. Es ist fast einfacher die Minuten zu zählen in denen Chelios sich nicht prügelt, wild herumballert oder irgendwas zu Bruch geht als andersherum, doch trotz des Actionoverkills wirkt der Film nie billig. Die gelungen Bildkompositionen und das für einen Actionfilm gute Spiel von Statham lassen die Gewalt in gewisser Weise cool erscheinen. Mit Sicherheit einer der Gründe, warum der Film von der FSK die Einstufung keine Jugendfreigabe erhalten hat. Trotz des hohen Gewalt- und Actionfaktors möchte ich den Film weiter empfehlen. Den beiden Regisseuren ist es gelungen eine eigentliche mehr als dünne Spannung äußerst Unterhaltsam zu verpacken und die Actionszenen gut zu inszenieren. Getragen von seinem Hauptdarsteller Jason Statham kann man „Crank“ somit durchaus als Popcornkino für ein Erwachsenes Publikum beschreiben. [Sneakfilm.de]
Kalla Malla
**Jason Statham** ist dem geneigten Filmfan bereits seit seinem Schauspieldebüt in **Guy Ritchies** Bube, Dame, König, Gras ein Begriff. Allerspätestens kennt man ihn durch seinen sehr coolen Auftritt in Snatch, aber dass der smarte Brite einemal die Actionhoffnung Hollywoods werden würde, hätte damals wohl keiner gedacht. Doch spätestens als er im Action-Feuerwerk The Transporter die Hauptrolle übernahm, schlugen die Herzen der Actionfans für ihn. Das Publikum wünscht sich wieder charismatische und raubeinige Antihelden, wie sie **Bruce Willis** oder **Mel Gibson** in den 80ern darstellten. Die modernen Actionhelden konnten sich in dieser Rolle nicht so gut profilieren und da kam Jason Statham gerade richtig. Es tut so richtig gut mal wieder einen Film wie Crank zu sehen. Ohne lange Einführung der Charaktere wird man sofort ins Geschehen geworfen und heftet sich 83 energiegeladene Minuten an die Fersen des Hauptdarstellers Jason Statham. Chev (Jason Statham) wacht in seinem Bett auf und fühlt sich komisch. Er kämpft sich durch seine Wohnung und entdeckt eine DVD, welche mit den einladenden Worten "Fuck you" beschriftet ist. Die DVD zeigt wie der Gangster Ricky Verona (**Jose Pablo Cantillo**), Chev eine Spritze injiziert und er erklärt ihm auch gleich was diese Spritze bewirkt: Das Mittel lässt Chevs Herzschlag langsamer werden, bis er schließlich innerhalb einer Stunde sterben wird. Doch Chev denkt gar nicht daran sich in eine Ecke zu setzen und in Ruhe zu sterben. Er springt in seinen Wagen und will Ricky um jeden Preis mit in den Tod nehmen. Doch unterwegs entdeckt er eine weitere Besonderheit die sein Zustand mit sich bringt: Er kann nicht stehen bleiben, sonst hört sein Herz auf zu schlagen. Sein Arzt rät ihm seinen Körper ständig zu fordern um die Adrenalinausschüttung aufrecht zu halten. Nun macht sich Chev auf den Weg um seine Rache zu vollenden... Zugegeben: Die Story des Films ist wahrlich nicht realitätsnah und diese Eigenschaft zieht sich auch konsequent durch den Film. Chev wirkt wie ein Übermensch, der alles mit einer zynischen Floskel abtut und auch wirlich jede Hürde problemlos meistert. Doch dies ist eigentlich für den Filmgenuss vollkommen irrelevant. Crank macht einfach Spaß und obwohl es stellenweise sehr brutal zugeht, vergisst Crank nicht seinen Standpunkt als Unterhaltungsfilm und wird nie zu heftig. Crank ist einfach ein Actionfilm der alten Schule mit einem charismatischen Antihelden, der seinem Schicksal mit einem flotten Spruch auf den Lippen entgegen tritt. Dabei wird das gesamte Register der modernen Präsentationstechnik genutzt. Split-Screens gehen mit rasanten Zeitrafferaufnahmen Hand in Hand und Crank behält sein atemberaubendes Tempo beinahe über die ganze Laufzeit bei. Lediglich am Ende geht dem Film etwas die Luft aus, aber durch den spektakulären Thrill-Ride den man zuvor erleben durfte, kann man es verzeihen das der Spannungsbogen zum Ende hin abflacht. Auch die eingebaute Geschichte mit Chevs Freundin will sich nicht so ganz in das Gefüge des Films einordnen, aber dies sind nur kleine Kratzer an der Oberfläche des Films. Crank steht und fällt mit seinem Hauptdarsteller Jason Statham. Wer ihn nicht mag wird den Film auch nicht mögen. Man heftet sich über die ganze Laufzeit an ihn und sowas wie Nebenstränge gibt es nicht. Dies ist allerdings ein großer Pluspunkt für den Film. Er zieht seine Geschichte kompromisslos und geradlinig durch. Deshalb ist es auch so ein Vergnügen sich auf diese Achterbahnfahrt mitnehmen zu lassen: Crank macht von Anfang an Spaß und die Ähnlichkeiten zwischen Bruce Willis und Jason Statham sind verblüffend. Für Fans von Actionfilmen der alten Schule ist Crank auf jedenfall ein sehr heisser Tipp. Fazit: Crank ist ein rasanter Actionfilm, dessen Story zwar hauchdünn ist, der aber dafür sehr viel Spaß macht. Jason Statham etabliert sich als knallharter Actiondarsteller, der meiner Meinung nach momentan der einzige ist, der die Erbschaft der 80er Actionikonen antreten kann. Mit Crank hat er einen Schritt in die richtige Richtung gesetzt und ich empfehlen allen Actionfreunden dieses Adrenalin-Feuerwerk.

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