Final Destination 4 Stream Deutsch

Final Destination 4
Nick O’Bannon besucht mit seiner Freundin Lori und den gemeinsamen Freunden Hunt und Janet ein NASCAR-Autorennen. Plötzlich wird Nick von einer mysteriösen Vorahnung gepackt. Er bricht in Panik aus und glaubt, dass ein Unfall auf der Rennstrecke eine Kettenreaktion auslösen wird, die in einer Katastrophe endet. Obwohl sein Anhang Nick für verrückt erklärt, kann er seine Leute gerade noch rechtzeitig dazu bewegen, aus dem Stadion zu fliehen. Als dann tatsächlich alles so eintritt, wie Nick es beschrieben hat, ist die Verwunderung groß.

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Kalla Malla
Eigentlich hoffen die vier Freunde Nick, Lori, Hunt und Janet nur auf einen entspannten Tag und bestenfalls noch auf ein paar Crashs, als sie sich auf dem McKinley Speedway ein Autorennen ansehen. Doch bereits kurz nach dem Start hat Nick plötzlich ein merkwürdiges Gefühl, das ihn nicht täuschen soll. Als es kurz darauf zu einer Massenkarambolage kommt und mehrere ins Publikum geschleuderte Wagen zahlreiche Menschenleben kosten, entpuppt sich dies zwar nur als eine Vision, doch Nick ist sich sicher, dass das Gesehene wirklich so eintreffen wird. Panisch versucht er, seine Freunde aus dem Stadion zu bewegen und verursacht dabei einen Tumult, in dessen Folge noch eine handvoll anderer Menschen die Tribüne verlassen, bevor der entsetzliche Unfall tatsächlich geschieht. Durch seine Vision konnte Nick sich und den anderen das Leben retten, doch schon bald müssen die Überlebenden erkennen, dass sich der Tod nicht so einfach ins Handwerk pfuschen lässt. Einer nach dem anderen wird alsbald von dem Sensenmann auf brutale Art und Weise seiner Bestimmung zugeführt und zwar in der genau der Reihenfolge, in der sie bei dem Unfall hätten sterben sollen... Sequels und kein Ende. Während es ansonsten vor allem das Saw-Franchise ist, welches sich Jahr für Jahr fleißig daran tut, den Fortsetzungs-Wahn innerhalb des Horrorgenres der Lächerlichkeit anheim fallen zu lassen, entwickelt sich langsam auch die Final Destination Reihe zum besten Beispiel dafür, wie man eine ursprünglich gute Idee durch reine Profitgier zu Tode reiten kann. So wurde Gevatter Tod im Jahr 2009 schließlich schon im vierten Anlauf auf Teeniehatz geschickt, was den Machern international allerdings noch immer mit einem soliden Einspielergebnis gedankt wurde. Die Gründe hierfür sind bei näherer Betrachtung allerdings schnell zu finden, wurde Final Destination 4 doch als erster Film der Reihe in 3D gedreht, was nun, nach dem Erfolg von James Cameron's Avatar, sicherlich nicht der abwegigste Einfall ist, um einem langsam aber sicher uninteressant werdenden Sujet noch einmal eine Frischzellenkur zu verpassen. Tatsächlich muss der besagten Technik in Zusammenhang mit der Final Destination-Thematik ein gewisser Unterhaltungswert zugesprochen werden, wird das Publikum auf diese Weise doch noch viel näher an die in Vielzahl vorhandenen Gore-Sauereien herangeführt und übersieht so vielleicht sogar, um was für einen Haufen Dünnpfiff es sich bei Final Destination 4 eigentlich handelt, sobald man erst einmal hinter die Fassade des 3D-Effekts blickt. Zugegeben, als ein Quell der Kreativität waren schon der zweite und dritte Aufguss eines ehemals tatsächlich neuartigen und überzeugenden Teenie-Schockers nicht mehr zu bezeichnen, war die Intention hinter den Sequels doch keine andere, als der Thematik in punkto Geschwindigkeit und Härte immer noch einen draufzusetzen und das unglücklicherweise zur schmählichen Vernachlässigung des Drehbuchs. Der Erfolg gab den Machern bislang jedoch immer Recht, doch was sich David R. Ellis und seine Crew nun mit Final Destination 4 erlaubten, spottet fast schon jeder Beschreibung. Dies ist um so erstaunlicher, da Ellis mit Final Destination 2 bereits einen annehmbaren Vertreter der Reihe inszenierte und somit eigentlich die nötige Erfahrung hätte mitbringen können, um auch den vierten Aufguss noch auf ein dem Original einigermaßen würdiges Niveau zu heben. Doch das in den Vorgängern bereits sehr wacklicke Grundgerüst der immer gleichen Handlung wird nun endgültig zum Einsturz gebracht und offenbart Final Destination 4 als auf ganzer Linie überflüssig. Das Ärgernis rührt hierbei, dies gilt es hervorzuheben, nicht von der simplen Tatsache her, dass sich die Macher der Reihe ein ums andere Mal auf das selbe Konzept verlassen, denn so lange das Publikum dieses immer wieder neu aufbereitet sehen möchte, haben diverse Fortsetzungen sicherlich ihre Daseinsberechtigungen. Diese fällt allerdings weg, wenn ein Film derart lieblos und stupide daherkommt wie dieses Werk, das in den USA sogar lediglich mit The Final Destination betitelt wurde. Dass die vorherigen Filme damit indirekt geleugnet werden sollen, ist unwahrscheinlich, nimmt Final Destination 4 aka The Final Destination doch nicht nur im Laufe seiner Handlung, sondern auch in den Anfangscredits Bezug auf diese, indem die spektakulärsten Tode der bisherigen Reihe in einer interessanten X-Ray-Optik nachgestellt werden. Bis zu diesem Zeitpunkt hat man als Zuschauer dann auch noch die Hoffnung, einen guten Film zu sehen, doch diese werden dann bereits bei dem Crash während des Nascar-Rennens völlig zu Grabe getragen. Derart lieblos und offensichtlich aus dem Computer stammen die Effekte, dass man zunächst kaum seinen Augen trauen möchte, dass es so etwas tatsächlich in einen derart namenhaften Film geschafft hat. Ob nun bei den Explosionen, dem Gore oder sonstigen, visuellen Spielereien: Überall wurde mit billigstem CGI nachgeholfen, so dass einem schnell die Laune an den eigentlichen Höhepunkten des Films verdorben wird. Gore-Fans bekommen hier mit entzwei gerissenen Körpern, durchbohrten Köpfen und regelrecht vom Himmel regnenden Eingeweiden das bewährte Programm geboten, werden aufgrund des oftmaligen Ursprungs aus dem Computer aber überwiegend keine Freude an dem Gezeigten Splatterspektakel haben. Allgemein haben die den Toden vorhergehenden Kettenreaktionen unlängst die Grenze zur Lächerlichkeit überschritten und wirken inzwischen so, als würde der Sensenmann selbst an den Schrauben drehen und die Hebel umlegen. Bei dem Versuch, dem Publikum immer noch spektakulärere Arten des Ablebens aufzutischen, sind die Macher dabei endgültig über das Ziel hinausgeschossen. Final Destination 4 ist somit der erste Vertreter der Reihe, der selbst bei den Todesszenen nur noch für müdes Kopfschütteln sorgen kann. Unglücklicherweise kommt der Streifen zugleich mit den blassesten Charakteren, sowie dem dünnsten und belanglosesten Drehbuch in der Geschichte des Franchises daher und fokussiert sich fast ausschließlich nur noch auf jene, in diesem Fall nicht all zu überzeugenden todbringenden Kettenreaktionen. Völlig ohne jedwede Tiefe oder Wiedererkennungswert werden die völlig austauschbaren Charaktere von Hollywoods Elite an absolut unfähigen Jungschauspielern gemimt. Bobby Campo ist dabei in der Hauptrolle vollkommen überfordert, kann bei dem nicht auffallender befähigten, restlichen Cast allerdings auf keine nennenswerte Unterstzung hoffen. Final Destination 4 gibt sich nicht einmal mehr ansatzweise Mühe, überhaupt so etwas wie eine brauchbare Story zu erzählen. Jeden Aspekt der Handlung kennt man bereits aus den Vorgängern, die allesamt noch wesentlich spannender daherkamen als dieses filmgewordene Verbrechen am zahlenden Publikum. Das Gimmick des Films, der 3D-Effekt, ist dabei nicht mehr als ein netter Schauwert, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers noch einmal auf ein langsam absterbendes Franchise zu richten, denn ohne jenen 3D-Bonus würde wohl selbst den hartgesottensten Final Destination-Fans sofort die grenzenlose Banalität des hier Gezeigten ins Auge springen. Wer sein Gehirn über die auffallend kurze Spieldauer von 78 Minuten permanent auf Durchzug zu stellen in der Lage ist, wird an diesem rudimentär unterhaltsamen und immerhin recht schwarzhumorigen Reinfall vielleicht sogar noch Gefallen finden, doch für ein denkendes Publikum ist dieser vierte Aufguss der Final Destination Reihe ein deftiger Tritt vors Schienbein und der gleichzeitige Beweis dafür, dass der Tod das Franchise endgültig eingeholt hat.

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