Das Glashaus Stream Deutsch

Das Glashaus
Ruby, lebt ein ganz normales Leben mit ihren Eltern und ihrem Bruder. Ihre Freizeit verbringt sie damit Partys zu feiern und ihr Leben zu genießen. Als sie von einer Party zurück kommt, ändert sich ihr Leben jedoch schlagartig, ihre Eltern sind bei einem Autounfall verunglückt. Danach nimmt das benachbarte Ehepaar Glass sich der beiden Geschwister an. Die Kinder ziehen mit den neuen Vormündern nach Malibu in einen beeindruckenden Palast aus Glas und Stahl. Zunächst fühlen sich die Kinder bei den neuen Eltern recht wohl, doch mit der Zeit haben die beiden immer mehr Zweifel an den guten Absichten des Ehepaar Glass...

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Kalla Malla
Die 16 jährige Ruby (Leelee Sobieski) und ihr junger, etwa 11 jähriger Bruder Rhett (Trevor Morgan) werden eines Tages mit einem schrecklichen Schicksalsschlag konfrontiert, als ihre Eltern bei einem Autounfall tödlich verunglücken. Zwar stellt sich heraus, dass den Kindern durch die Lebensversicherung ihres Vaters eine Summe von 4 Millionen Dollar zusteht, doch über den schmerzlichen Verlust kann Ruby und Rhett nichts hinwegtrösten. Bis zu ihrer Volljährigkeit kommen die Beiden bei den ehemals besten Freunden ihrer Eltern, den Glasses unter. Das erfolgreiche Ehepaar, Terry (Stellan Skarsgård) leitet seine eigene Firma und Erin (Diane Lane) ist Ärztin, lebt in einem riesigen, großteils gläsernen Strandhaus am Strand von Malibu. Auf Ruby machen die scheinbar perfekten Pflegeeltern von Anfang an einen merkwürdigen Eindruck, weshalb sie auch nur schwerlich mit der Situation klarkommt. Zum Einen muss sie ein Zimmer mit ihrem Bruder teilen und außerdem wird sie auf eine neue Schule geschickt. Von dem abgesehen scheint es aber, als ob die Glasses ihr neue Aufgabe ernst nehmen und sich um einen Neuanfang von Ruby und Rhett bemühen würden. Nach einer Zeit beginnt diese Fassade allerdings wieder zu bröckeln, denn es scheint als habe Terry ein Auge auf Ruby geworfen, während Erin allem Anschein nach drogensüchtig ist. Irgendetwas geht bei den Glasses nicht mit rechten Dingen zu, immer mehr Anzeichen sprechen dafür, dass sie nicht die sind, die sie zu sein vorgeben... Mittlerweile gibt es eine derartige Masse an Thrillern aus Hollywood, dass es einen nicht weiter wundert, dass "The Glass House" nicht den erhofften Erfolg verbuchen konnte und an den Kinokassen eher für ein mäßiges Einspiel sorgte. Auch, wenn den meisten Zuschauern die Handlung für die große Leinwand wohl nicht aufregend und neu genug war, darf hier nach näherer Betrachtung ohne Frage gesagt werden, dass Daniel Sackheim einen von vorne bis hinten sehr unterhaltsamen Streifen schuf, was zugleich seine wohl größte Stärke ist. Der Werdegang von Sackheim ist indessen auch nicht uninteressant, ist es doch vordergründig das Medium Fernsehen, dem er sich verschrieben hat, was sich in gewissen Fragmenten von "The Glass House" auch äußert. Seit 1991 führte er Regie bei etwa 15 Serien, von "Akte X", über "Law & Order" bis hin zu "Dr. House", doch für Filme ließ er sich nur selten hinreißen. Die meisten seiner Streifen waren ebenfalls fürs Fernsehen gedreht, bis auf "The Glass House", der die Ausnahme bildete. Hier durfte Sackheim beweisen, dass er auch durchaus in der Lage ist, sein Publikum über die typische Laufzeit eines Serienformates hinaus zu fesseln und ebenfalls einen gut funktionierenden Thriller drehen kann. Die Handlung besticht dabei in erster Linie durch ihre einfache und leicht durchschaubare Struktur und ihre geradlinige Erzählweise. Wenn Kinder die Hauptrollen in Filmen dieses Genres ausfüllen, reagiert das Publikum gerne mal emotionaler, sofern der Plot eine gewisse Realitätsnähe aufweist. Dies ist hier gegeben, die Handlung könnte beinahe wie aus dem Leben gegriffen sein. Zwei Geschwister verlieren ihre Eltern und kommen in die Obhut eines anderen Ehepaares, das jedoch Böses im Schilde zu führen scheint. Einen Originalitätspreis darf man sich hierdurch nicht erhoffen, wohl aber die Gewissheit, ein ordentliches Fundament für einen anständigen Thriller zu haben und dieses Wissen wird hier gekonnt ausgespielt. Eher untypisch für jemanden wie Sackheim, der sich langjährig mit Fernsehserien auseinandersetzte, ist sicherlich die Tatsache, dass er seinen Figuren kaum prägnante Charakteristik verleiht, sondern sie mehr aus der Luft zu greifen scheint. Ruby und Rhett sind zwei gewöhnliche Teenager, die ihre Eltern verloren haben, dies reicht als Information aus, um sich mit den Hauptcharakteren anfreunden zu können, was durch das überzeugende Spiel von Leelee Sobieski und Trevor Morgan auch gut funktioniert. Die Geschwister sind nicht weiter auffallend, sondern zwei normale US-Teens, die in eine scheinbar ausweglose Situation geraten. Hierbei beweist "The Glass House" dann, wo seine Stärken liegen, da das Tempo nach und nach immer weiter beschleunigt wird. Anfangs scheint alles noch harmonisch und zum Wohle der Kinder, doch immer mehr häufen sich die Merkmale dafür, dass etwas ganz und garnicht mit rechten Dingen zugeht. Die Glasses erkaufen sich mit teuren Geschenken die Liebe des kleinen Rhett, während sich seine clevere Schwester nicht hinters Licht führen lässt und schnell bemerkt, dass irgendwas faul ist. "The Glass House" funktioniert als spannender Thriller auf engstem Raum, da sich die Pflegeeltern und die misstrauische Ruby in dem verglasten Haus nicht aus dem Weg gehen können. Hinter vorgespielter Fassade der Freundlichkeit ist es schnell unausweichlich, dass sich das Geschehen immer weiter zuspitzt und man sich einen psychologischen Nervenkrieg liefert. Ist das auf den ersten Blick unscheinbare Ehepaar hinter dem Erbe der Kinder her, hatte es sogar etwas mit dem Tod der Eltern zu tun oder steckt etwas gänzlich anderes hinter ihrem Verhalten? Das immer größer werdende Misstrauen Ruby's bleibt von Terry und Erin nicht unbemerkt, mehr und mehr beginnen sie, die Kommunikationsmöglichkeiten des Mädchens nach außen abzuschotten und sie vom leicht manipulierbaren Rhett zu trennen. Es muss schnell gehandelt werden, bevor sich der Plan der Glasses erfüllt. Mit einfachen Mitteln gelingt es Daniel Sackheim nicht nur, die Spannung konstant zu halten, sondern sie auch konsequent zu steigern, bis hin zum furiosen Showdown. Die Kulisse ist dabei bestens gewählt, denn das großteils verglaste Haus am Strande Malibus weit weg von der nächsten Stadt sorgt für viel Atmosphäre und lässt ein gewisses Gefühl des "ausgeliefertseins" aufkommen. Getragen wird das Psychoduell aber in erster Linie von den hervorragenden Schauspielern. Hierbei ist in erster Linie die hübsche Leelee Sobieski zu nennen, die den Part der 16 jährigen, die hinter das Geheimnis ihrer Pflegeeltern kommt, mit bravour meistert und nach Rollen in Filmen wie "Joyride" und "Jeanne d'Arc - Die Frau des Jahrtausends" ein weiteres Mal beweisen kann, was für eine talentierte Schauspielerin sie ist. Genau so überzeugend fällt die Darbietung von Stellan Skarsgård, den wohl die meisten als Stiefelriemen-Bill aus der "Fluch der Karibik" Reihe kennen, aus, der hier den gefährlichen Ziehvater mimt, der im Laufe des Films mehr und mehr sein wahres Gesicht zeigen darf und dabei zu schauspielerischen Höhepunkten aufläuft. Desweiten gibt es durch tolle Leistungen der Akteure Diane Lane, Bruce Dern, Trevor Morgan und Chris Noth keine Fehlbesetzung zu vermelden. Fazit: Mit "The Glass House" liefert Daniel Sackheim einen spannenden und niemals langweiligen Thriller ab. Sehr einfallsreich ist der Plot um das Psychoduell eines 16 jährigen Mädchens mit ihren Pflegeeltern zwar nicht, doch wenn man sich daran nicht stört, kann man hier für gut 100 Minuten vorzüglich unterhalten werden. "The Glass House" sorgt durch seine tollen Kulissen und das sich immer weiter zuspitzende Spannungskurve für Freude bei Fans von leichter Thrillerkost. Ein Film, an den man sich zwar nicht lange erinnert, und dem man durchaus Belanglosigkeit vorwerfen kann, der aber bestens unterhält und dadurch uneingeschränkt zu empfehlen ist.

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