The Cabin in the Woods Stream Deutsch

Du denkst, du kennst die Geschichte? Falsch gedacht!
The Cabin in the Woods
Die fünf Freunde Curt, Dana, Jules, Marty und Holden planen einen ganz speziellen Weekendtrip: Curts Cousin besitzt nämlich ein Haus, welches sie besuchen wollen. Endlich mal wieder für sich sein und so richtig feiern ist der Plan. Doch als sie das Anwesen nach einer langen Autofahrt endlich finden, ist die Ernüchterung gross: Die "Hütte" ist nämlich tatsächlich eine Hütte. Genauer gesagt eine ruinenartige Waldhütte, die abgelegen im dunklen Schatten der dichten Bäume steht. Ganz heimelig sieht es hier nicht aus: Knarrende Fussböden und unheimlich skurrile Gemälde an den Wänden begrüssen die muntere Truppe. Doch sie lassen sich dadurch den Spass nicht nehmen und richten sich im Gruselhaus ein. Als sich die Jungs und Mädels gerade mit einer Runde "Truth or Dare" vergnügen, springt urplötzlich eine Türe im Boden auf, die in den dunklen Keller führt...
Title The Cabin in the Woods
Release Date 2012-04-12
Runtime
Genres Horror Komödie Thriller
Production Companies Lionsgate, Mutant Enemy Productions
Production Countries United States of America

Reviews

Kalla Malla
Sitterson (Richard Jenkins) und Hadley (Bradley Whitford), zwei Techniker im weißen Kittel, bereiten sich in einer großen Laboranlage auf ihre Arbeit vor. Gemeinsam mit dem Neuling Truman (Brian White) und ihrer Kollegin Lin (Amy Acker) wetten sie auf das Ergebnis ihrer Tätigkeit, die offensichtlich Teil einer wichtigen, internationalen Kooperation ist. Derweil treffen sich in einer Stadt fünf Studenten für eine gemeinsame Unternehmung, bestehend aus einem Sport-Freak (Chris Hemsworth), der ernsthaften Intellektuellen (Jesse Williams), dem abgedrehten Kiffer (Fran Kranz), die jungfräuliche Schönheit (Kristen Connolly) und natürlich die intelligenzmäßig eher in der unteren Schublade angesiedelte sexy Thekenschlampe (Anna Hutchison), die sich ihre Haare erst extra für den Ausflug blond gefärbt hatte. Nur fünf Freunde und die Natur - ein Abenteuer, ein großer Spaß. Die Gruppe macht sich auf den Weg in die Wildnis, wo weder Handy noch GPS funktionieren, also fragen sie an einer verfallenen Tankstelle den ziemlich unfreundlichen Betreiber Mordecai (Tim De Zarn) nach der Tillerman Road. Trotz dessen Warnung setzen sie unbekümmert den Weg fort und treffen schließlich am Ziel ein - voller Vorfreude auf ein paar unvergessliche Stunden. Zunächst wirkt die Hütte auch wie die Erfüllung aller Verheissungen. Doch die Holzhütte ist nicht so idyllisch, wie es zunächst den Eindruck macht, und der bekiffte Marty ahnt als erster, dass sie beobachtet und sogar manipuliert werden. Im Keller findet Dana unter einem Haufen alten Krempels das Tagebuch eines Mädchens, das offenbar von ihrem Vater misshandelt wurde. Erlösung soll sie von einem lateinischen Spruch erfahren, den Dana trotz Martys Bedenken vorliest - und damit eine Horde von Zombies freisetzt, die nach Frischfleisch gelüstet... Bei dieser Inhaltsangabe erwartet dann jeder halbwegs fortgebildete Horrorfan, dass sich die Protagonisten des Films durch die eher unterbelichteten Dialoge wursteln und sie von einem irren Killer/Monster/Zombie (zutreffendes bitte einsetzen) der Reihe nach dahingemetzelt werden. Aber ganz so einfach, den Filmemachern sei Dank, macht es uns dieser Horrormindfuck dann doch nicht. Es ist ein gelungener Mix aus »Truman Show« und »Tanz der Teufel« rausgekommen, der dennoch dermassen seinen eigenen Stempel aufdrückt, dass dieses Werk noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Zuviel von der Handlung zu verraten, wäre freilich frevel am Zuschauer. Vor allem für die, die ihn noch nicht gesehen haben. Im zweiten Teil des Films schlägt die Filmhandlung dann Ösen und Haken, mit denen absolut nicht zu rechnen ist. Der Film dreht sozusagen den Turbozünder und zeigt ein wahrhaftig grandioses Effekt-Feuerwerk der Extraklasse, das zudem auch splattergierige Horrorfilmnerds vollends zufriedenstellen dürfte. Eine feuchtfröhliche Geisterbahnfahrt durch die Annalen des Horrorfilm der letzten 40 Jahre erwartet den Zuschauer. Man kann »Cabin in The Woods« als Antwort auf die Frage betrachten, weshalb es Horrorfilme überhaupt gibt und warum sie alle immer gleich ablaufen. Obwohl der Horror-Fan mit Sicherheit auf weit über 20 bekannte Filmpersiflagen und locker 50 Gesetze der eisernen Regeln des Slasher/Horror-Films trifft (bzw. unlogische Verhaltensmuster der Charaktere), wird dies nicht auf banaler Scary-Movie-Ebene präsentiert, sondern in einer »todernsten Parodie«, vor der man sich einfach nur verneigen kann. Dabei hat der Film lange im Archiv geschlummert. Erst 3 Jahre nach Produktionsbeginn kommt er nun endlich doch noch in die internationalen Kinos – und das sogar zu recht. Da das Major-Produktionsstudio MGM zur damaligen Zeit strenge Geldsorgen und anschließende Insolvenz plagte, musste die Fertigstellung des 30 Millionen Dollar teuren Horror-Thrillers dementsprechend verschoben werden. Um die Aufmerksamkeit der Filmfans zu erregen, hat man in regelmäßigen Abständen attraktiv gestaltete Filmplakate veröffentlicht, die auf einen internationalen Kinostart hoffen haben lassen. Aber da der amerikanische Rechteinhaber nicht an den Erfolg der Horrorproduktion glaubte, wurde der Starttermin immer wieder verschoben. Nach einer 3jährigen Veröffentlichungs-Odyssee hat sich das einschlägige Genre-Label »Lionsgate« die Rechte des Thrillers geschnappt und zugleich »The Cabin in the Woods« Mitte April 2012 in den amerikanischen Kinos veröffentlicht, mit immensen Erfolg wie die amerikanischen Zuschauerzahlen der vergangenen Wochen eindrucksvoll bewiesen haben. Fast das Doppelte an Produktionskosten wurde bereits eingespielt, sodass »The Cabin in the Woods« trotz erheblicher Startschwierigkeiten für alle Beteiligten letztendlich ein rentables Geschäft bedeuten dürfte. Es hat sich also am Ende doch alles zum Guten gewendet. »The Cabin in the Woods«, das ungeliebte »MGM«-Stiefkind, ist eine durchaus profitable Veröffentlichung geworden und schlussendlich dort gelandet, wo der Film auch hingehört: nämlich ins Kino. Fazit: Man kann sicherlich voraussehen, dass die Horror-Filmfans diesen Film in ihr Herz schließen werden. Zwar ist »The Cabin in the Woods« weder gruselig noch unheimlich, aber er ist so anders, so intelligent und so unterhaltsam, dass ihn sich nicht nur Horrorfilm-Fans auf keinen Fall entgehen lassen sollten!

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