A Nightmare on Elm Street Stream Deutsch

Willkommen in Deinem neuen Albtraum.
A Nightmare on Elm Street
Als Kris‘ Freund Dean sich plötzlich im Diner die Kehle aufschlitzt hat es sich Springwood kräftig ausgeschlummert. Kris und Ihre Freunde erkennen schnell, dass Dean nicht der Einzige war der von entsetzlichen Albträumen heimgesucht wird. Als Kris, Jesse, Nancy und Quentin durchschauen, dass alle vom selben nächtlichen Dämon, Freddy, träumen ist es für Kris schon zu spät. Die anderen müssen etwas tun – nur schlafen, das dürfen sie nicht…

Reviews

Kalla Malla
Über die Qualität des Originals muss man wirklich keine Worte mehr verlieren. Denn Wes Cravens "Nightmare On Elm Street" war nicht nur wegweisend für den Horrorfilm, sondern ist auch für sich genommen ein verdammt gelungener und spannender Streifen. Alle nachfolgenden Einträge in das Franchise fand ich zwar kollektiv scheiße, aber mein Hass über die restlichen 6 "Nightmare..." Filme sollte ich lieber in gesonderten Reviews rauslassen. Hier soll es um das 2010er Remake des ersten Teils gehen, das, wie wir wissen, geteilte Reaktionen hervorgerufen hat. Ich habe den Film damals im Kino gesehen und dort hat er mir ganz gut gefallen. Und obwohl ich auch jetzt noch nicht den teilweise vorhandenen Hass einiger Fans gegen dieses Remake verstehe, so fand ich ihn jetzt beim zweiten Anschauen auf dem heimischen Fernseher weitaus weniger gut. Das im Voraus größte Gemotze kam auf, als bekannt wurde, dass nicht Robert Englund, sondern Jacke Earle Haley (bekannt als Rohrschach aus "Watchmen") die Rolle des Freddy Krügers innehaben würde. Auch wenn ich den Unmut der Fans nachvollziehen kann, so könnte mir der Rollenwechsel egaler nicht sein. Denn von allen Horrorantihelden, finde ich Freddy auch nachwievor (und bei allem Respekt) am unbeeindruckendsten. Zusätzlich macht es natürlich Sinn, bei einem Remake den kompletten Cast auszutauschen, schließlich waren Kane Hodder oder Bruce Campbell den Remakes "ihrer" Filme auch fern geblieben. Egal wie gerne man Englund jetzt wieder in seiner Paraderolle gesehen hätte, wer behauptet, dass Haley hier einen schlechten Job macht, sollte vielleicht sein Selbstverständnis als aufgeschlossenen Filmfan hinterfragen. Haley spielt hier (natürlich auch bedingt durch das novellierte Drehbuch) einen sehr ernsten Freddy, der mir persönlich besser gefällt, als das Kasperle aus "Nightmare On Elm Street 2". Auch die Maske fiel wesentlich derber aus als im Originalfranchise, denn endlich sieht Freddy "Pizza Margherita" Krüger nicht mehr wie der zu kross gebackene Cousin von Cropsy aus, sondern wie ein tatsächlich schwer verbrannter und verstümmelter Mensch. Auch generell kann man sagen, dass das Remake wesentlich humorloser als die Urfilme ausfiel und obwohl ich auch hier wieder nachvollziehen kann, dass man als Fan der Reihe den fehlenden Humor nur bedingt positiv aufnehmen wird, gefällt mir die ernste Inszenierung wesentlich besser, als der teilweise doch recht trashige Anstrich der alten Reihe. Gerade die Traum-/ Mordszenen bekommen durch den "ernstzunehmenden" Freddy wesentlich mehr Intensität, da der Killer endlich aufhört, sich in irgendeinen grotesken Scheiß zu verwandeln. Positiv fallen mir in dem Zusammenhang auch die tricktechnisch sehr gut gelösten Übergänge zwischen Realität und Traumwelt auf. Hier gibt es tolle Kamerafahrten und coole Effekte, wie zum Beispiel der, als Kris im Unterricht sitzt und plötzlich in bester "Silent Hill" Manier alles um sie herum zerfällt. In solchen Momenten darf man dann schonmal ins Staunen kommen, genauso wie bei den guten Splattereffekten. Manche wurden zwar mit CGI bewerkstelligt, aber zu einen passt es zu den surrealen Traumszenen und zum anderen hat das schon in Filmen wie "My Bloody Valentine 3D" niemanden wirklich gestört. Was ich nur etwas schade finde ist, dass der Film zwar ein R-Rating besitzt, jedoch keinen wirklich herausragend harten Kill zu bieten hat, wie man ihn beispielsweise bei besagtem "My Bloody Valentine 3D" finden kann. Hier hätte man etwas mehr mit den Grenzen der Freigabe spielen können, vorallem wenn man bedenkt, dass deutlich härtere Filme wie "Autopsy", "Hostel" oder "Texas Chainsaw Massacre: The Beginning" (wenn auch in der gekürzten Version) auch die selbe Freigabe erhalten haben. Deutliche Kritik muss man allerdings an der Erzählstruktur üben. Neben der Tatsache, dass scheinbar der ganze Cast, egal ob Schüler oder dazugehörige Eltern, aus Mittzwanzigern besteht und ich das gemeinsame Auftreten von Kris und ihrer Mutter, aufgrund des optisch geringen Altersunterschiedes, anfangs als eine homosexuelle Beziehung aufgefasst habe, leistet sich "A Nightmare On Elm Street" einen sehr groben Schnitzer: Nach einer halben Stunde lässt er unsere bisherige Protagonistin Kris (gespielt von der wie immer gut aussehenden und charismatischen Katie Cassidy) sterben und ersetzt sie, naja ... durch zwei andere eben. Einer davon heißt Quentin und wird von Kyle Gallner verkörpert. Sein Kaffeeblick und Auftreten mit der Präsenz einer Milchschnitte sind jedoch nicht dem Schlafentzug im Film zu verschulden. Vielmehr ist das scheinbar die Ausdrucksweise seines ganz individuellen "Schauspiels", mit welchen er schon an Seite von Megan Fox in "Jennifer's Body", oder auch in "Red State" gepunktet hat ... oder halt auch nicht. Auf gut Deutsch: Mit dem Ableben von Katie Cassidys Charakter hat man einen gut gereiften Parmesan gegen einen Philadelphia mit Kifferblick eingetauscht, denn wäre man böse, könnte man Kyle Gallner als die männliche Kristen Stewart des Horrorfilms bezeichnen. Auch sein weiblicher Counterpart macht nicht mehr her und was ist die Folge? Nach besagter halber Stunde sinkt die Zuschauerbindung auf 0. Das Remake zu "Nightmare On Elm Street" ist ein Film, den man keinesfalls zweimal sehen sollte. Bei der ersten Sichtung kann man sich von der hochglanzpolierten Optik, einigen Jumpscares, guten Special FX, sowie anderen optischen Raffinessen einlullen lassen. Aber sobald man sich auf den Handlungsverlauf, das Storytelling und den Spannungsbogen konzentriert, kann einen das Grauen packen - jedoch nicht im für Horrorfilme positiven Sinne. Sollte ich den Film ein drittes Mal sehen, schalte ich am besten nach Cassidys Tod aus. Bis dahin war der Film nämlich echt gelungen.

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