The Mechanik Stream Deutsch

The Mechanik
Nick Cherenko ist Automechaniker in einem russischen Dorf. Als seine Kollegen einen Drogendeal durchführen, kommt es zu einer Schießerei. Der Drogenbaron Sasha Popov erschießt daraufhin Nicks Familie. Nick emigriert illegal in die USA, wo er seinen Beruf weiter ausübt. Sieben Jahre nach diesem Vorfall bittet Mrs. Abramov ihn, ihre Tochter Julia, die von Sasha Popovs Männern entführt wurde, zu befreien. Er nimmt den Auftrag an und bringt mit Hilfe einer zusammengewürfelten Einheit die Tochter außer Landes.

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Kalla Malla
Einst hat er in den Reihen der Speznas in Afghanistan gedient, doch nun führt Nikolai Cherenko mit seiner Familie ein zurückgezogenes Leben in einem russischen Dorf, wo er seinen Lebensunterhalt als Automechaniker verdient. Als das Nest jedoch eines Tages zum Schauplatz eines brutalen Drogenkrieges wird, gerät Nikolai unwillkürlich zwischen die Fronten und muss mit ansehen, wie seine Familie vor seinen Augen ermordet wird. Von blindem Zorn getrieben, schwört der ehemalige Soldat Rache und tötet den für den Mord verantwortlichen Drogenkönig Sasha und dessen Männer, um sich anschließend illegal in die USA abzusetzen. Dort ziehen zunächst sieben Jahre ins Land, in denen sich Nikolai erneut als Automechaniker verdingt, doch die Schatten seiner Vergangenheit scheinen den Russen nicht loszulassen. Eines Tages tritt dann eine ältere Dame in Nikolais Leben, die nicht nur von dem Verlust seiner Familie weiß, sondern ihn darüber hinaus um Hilfe bittet. Gegen eine hohe Bezahlung soll Nikolai ihre Tochter befreien, welche von russischen Gangstern entführt und nach Sankt Petersburg verschleppt wurde, doch der Automechaniker hat der Gewalt endgültig abgeschworen und lehnt ab. Als er jedoch auf einem Foto des Entführers niemand anderen als den tot geglaubten Sasha erkennt, lässt sich Nikolai, unterstützt von einigen russischen Profikillern, auf die waghalsige Befreiungsmission ein... Betrachtet man die Entwicklung des Actionfilms der letzten Jahre einmal näher, so kommt man nicht umhin, festzustellen, dass die glorreiche Ära der 80er so langsam ein längst überfälliges Revival zu feiern scheint. Der einen oder anderen Falte zum Trotz legen sich mit Bruce Willis, Jean-Claude Van Damme, Sylvester Stallone und Co. die gestandenen Recken des Geschäfts noch einmal gewaltig ins Zeug und beweisen bislang eindrucksvoll, dass sie noch längst nicht zum alten Eisen gehören. Auch an einem gewissen Dolph Lundgren scheint die Chance auf ein Comeback vor der wiederaufkeimenden Begeisterung der Fans für althergebrachte Actionkost nicht lautlos vorübergegangen zu sein, denn wie sich anhand seiner Filmographie unschwer erkennen lässt, war auch der durch Filme wie Rocky IV, Universal Soldier oder The Punisher bekannt gewordene Schwede in den letzten Jahren nicht untätig. Statt aber weiterhin nur in den obligatorischen B-Movies seinen Mann zu stehen, nahm der blonde Hüne im Jahr 2004 für den Actioner The Defender sogar erstmals selbst auf dem Regiestuhl Platz und fand offensichtlich Freude an dieser verantwortungsvollen Aufgabe, inszenierte er seitdem doch noch fünf andere Filme des Genres, in denen er auch selbst die Hauptrolle spielte. Den anfänglichen Spott seiner Kritiker ob dieses überraschenden Karrierewandels konnte Lundgren derweil schnell hinter sich lassen, was er wohl nach wie vor zu großen Teilen dem im Jahr 2005 entstandenen Actionreißer The Mechanik zu verdanken hat. Der brachiale, wenn auch mitunter sehr stereotyp angelegte Actionthriller erzählt die althergebrachte Geschichte eines bleihaltigen Rachefeldzugs und sorgte bei Fans des Genres nicht nur für einiges an Aufsehen, sondern wird inzwischen vielerorts gar zu einem von Lundgrens besten Filmen gezählt. Ein Umstand, der sich nach einem genauen und von dem positiven Feedback losgelösten Blick auf den Streifen allerdings kaum noch nachvollziehen lässt. Lundgren, der hierfür auch das Drehbuch schrieb, wollte sich für seinen 90-minütigen und mit einem Budget von 4 Millionen Dollar ausgestatteten Rachetrip offensichtlich auf das Wesentliche besinnen, was jedoch im Klartext bedeutet, dass hier jeder Anflug einer ansatzweise vernünftigen Story ebenso als entbehrlich betrachtet wurde wie brauchbare Charakterisierungen, eine durchgehende Spannung oder gar der Versuch, dem Genre ansatzweise etwas Neues abzugewinnen. Die geradlinige und zu keinem Zeitpunkt überraschende Handlung dürfte wohl von Sympathisanten des Films gerade aufgrund ihrer angepeilten, schnörkellosen Stringenz gelobt werden, offenbart ob ihrer steten Vorhersehbarkeit aber vielmehr plumpe Zweckdienlichkeit und dürfte den Schweden mit der beeindruckenden Physis kaum mehr als eine halbe Stunde seines Lebens gekostet haben. Die Story um den zur Ruhe gesetzten Soldaten/Profikiller/Was-auch-immer, der aufgrund eines tragischen Ereignisses erneut zu den Waffen greifen muss und im Folgenden alles umnietet, was auch nur entfernt nach Bad Guy aussieht, ist bereits gefühlte zehntausend Mal in solchen Filmen verwurstet wurden, kann aber noch immer spannend aufbereitet werden, wie 96 Hours erst kürzlich eindrucksvoll unter Beweis stellte. The Mechanik hingegen präsentiert sich da weitaus weniger überzeugend, was auch nicht gerade von der Tatsache aufgewertet wird, dass der Actioner einmal mehr vor inzwischen obligatorischen und tristen Ostblock-Szenarios heruntergekurbelt wurde, an denen man sich als Freund gepflegten B-Entertainments inzwischen längst sattgesehen hat. Zu großen Teilen in Bulgarien gedreht, vermögen es die blassen und farblosen Kulissen zwar, den inneren Schmerz der Hauptfigur treffend zu visualisieren, darüber hinaus lassen sie jedoch kaum das Feeling eines Actionfilms entstehen. Was man The Machanik jedoch zugestehen muss, ist eine absolut gekonnte und über alle Zweifel erhabene Inszenierung, die sich auf der technischen Seite nicht nur an den großen Produktionen des Genres orientiert, sondern diesen im Grunde schon ebenbürtig ist. Schnitte, Kameraeinstellungen oder Szenenübergänge, alles ist hier auf überraschend hohem Niveau, vermag die Atmosphäre eines B-Movies allerdings dennoch nicht abzuschütteln. Ähnlich überzeugend fällt dann die Action aus, welche natürlich die Hauptattraktion des Films bildet und Anhänger des Genres keinesfalls enttäuschen dürfte. Hier kommen Dolph Lundgren die Erfahrungen seiner langjährigen Karriere als Actionstar definitiv zu Gute, weiß er doch, worauf es ankommt und serviert uns daher eine breite Palette an kompromisslosen Schießereien und brutalen Handgreiflichkeiten, was zudem erfreulicherweise alles ohne den Einsatz einer allzu hektischen Kamera vonstatten geht. Der überdurchschnittliche Gewaltgrad des Films versorgt das geneigte Publikum derweil beinahe durchgehend mit blutigen Schauwerten und gipfelt schließlich in einem überaus deftigen und keinesfalls jugendfreien Headshot, so dass es kaum verwundert, dass The Mechanik hierzulande eine ungeschnittene KJ verweigert wurde. Würde man The Mechanik demnach nur auf seine Action reduzieren, so ergäbe dies einen absolut annehmbaren, wenn auch nicht über eine gewisse Durchschnittlichkeit hinausgehenden B-Actioner, doch letzten Endes lebt auch der anspruchsloseste Film dieser Gattung noch von einem Mindestmaß anderer Faktoren und diese fallen in Lundgren's Revenge-Flick leider ebenso fad wie planlos aus. Abseits des Geballers zeigt sich der Regisseur dann sogar so überfordert, dass sich selbst in die mit 90 Minuten nicht übermäßig lang bemessene Laufzeit einige gravierende Längen einschleichen, welche einzig noch vom Ärgernis der fadenscheinigen Dramatik und der aufgesetzten Dialoge noch getoppt wird. So sicher sich Lundgren im Terrain der Actionszenen zeigt, so sehr mangelt es ihm an jedwedem Händchen für eine alles zusammenhaltende Dramaturgie oder einer interessanten Figurenzeichnung. Da nützt es letztendlich auch nichts, dass die Schauspieler bisweilen fast schon ein gewisses Potential erkennen lassen, denn im Rahmen ihrer klischeelastigen Rollen sind ihnen kaum Möglichkeiten gegeben, dies auch auszuspielen. Inmitten oberflächlicher Ballermänner und unsagbar böser Bad Guys haben wir hier zudem einen Dolph Lundgren, der die ganze Chose mit grimmiger Miene anführt und damit zumindest einen Teil der Emotionen anzudeuten weiß, die seine Figur vermutlich verkörpern soll. Fazit: Ingesamt gesehen legt Dolph Lundgren mit The Mechanik leider nicht das erwartete Action-Brett, sondern bestenfalls halbgare Durchschnittskost vor, bei der sich einzig die souveräne Inszenierung wirklich posititiv bemerkbar macht. Eine vor Klischees nur so triefende Story, unliebsame Charaktere und ein nicht sonderlich dichter Spannungsaufbau stellen nun aber die berechtigte Frage in den Raum, warum denn nun gerade dieses Werk von den Fans derart umjubelt wurde. Sicherlich sind die bisweilen durchaus rabiaten Actionszenen gekonnt in Szene gesetzt, doch täuschen auch diese nicht über den Eindruck eines nicht gänzlich überzeugenden und somit überschätzten Films hinweg, bei dem man sich ob der allumfassenden Einfallslosigkeit sogar mit einer Empfehlung ans anspruchslose Action-Klientel schwer tut.

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