Evan Allmächtig Stream Deutsch

Evan Allmächtig
Evan Baxter der Ex-Konkurrent von Bruce Nolan, hat es endlich geschafft, sich von seinem kleinen Posten als Nachrichtensprecher hochzuarbeiten und ist jetzt Abgeordneter des Kongresses in Washington. Da platzt ihm Gott in seine Karrierepläne und erklärt ihm, dass er ihn auserwählt habe, für alle Tiere der Welt eine Arche zu bauen, da eine zweite Sintflut ins Hause stehe. Zuerst gelingt es Evan, seinen göttlichen Auftrag vor seiner Umwelt geheim zu halten, doch als ihm ein langer Bart wächst und er immer mehr Ähnlichkeit mit Noah persönlich bekommt, droht die Sache aufzufliegen..

Reviews

Kalla Malla
Der einstige Nachrichtensprecher Evan Baxter (Steve Carell), hat eine vielversprechende Karriere als Kongressabgeordneter vor sich und zieht aus diesem Grund zusammen mit seiner Frau Joan (Lauren Graham) und den Jungs Jordan (Graham Phillips), Ryan (Jimmy Bennett) und Dylan (Johnny Simmons) als Symbol für den Startschuss ins neue Leben ins beschauliche Huntsville. Zusammen mit einigen Kollegen soll Evan seinen neuen Vorgesetzten Chuck Long (John Goodman) unterstützen, was einen gewaltigen Aufschwung für seine Karriere bedeuten würde. Bei alledem kann Evan auch ein seltsamer, in weiß gekleidet Mann (Morgan Freeman), der ihm eines Tages auf offener Straße erscheint und von sich selbst behauptet, Gott zu sein, nicht aus dem Konzept bringen. Blöderweise häufen sich in der Folgezeit Ereignisse, die ihn vor seinen Kollegen in gehörige Erklärungsnot bringen. Tiere aller Größe und Art folgen Evan fortan auf Schritt und Tritt, sein Büro wird zu einem kunterbunten Zoo. Da wird auch Evan klar, dass Gott persönlich seine Finger im Spiel haben muss, weshalb er sich auf dessen Forderungen einlässt. Gott verlangt von Evan, eine Arche zu bauen, wie dies einst schon Noah auferlegt wurde. Die nötigen Materialien werden ihm zwar bereitgestellt, doch die Arbeit muss Evan selbst verrichten, was er nach einiger Zeit des Zögerns auf sich nimmt. Passend dazu gibt Gott ihm kurzerhand einen beeindruckenden Bartwuchs und eine schicke Kutte, was Evan bei seinen Mitmenschen jedoch nicht gerade Verständnis einbringt. Er wird zum Spinner verklärt und zu einer landesweiten Sensation, es dauert nicht lange, bis auch die Medien auf ihn aufmerksam werden. Auch als er Gefahr läuft, seine Familie zu verlieren, setzt Evan den Bau mit aller Beharrlichkeit fort. Warum er das tut, weiß er allerdings selbst nicht. Steht der Welt wirklich eine zweite Sintflut bevor? Ganz klar, es wird niemand behaupten können, dass eine Fortsetzung zu der Erfolgskomödie "Bruce Allmächtig" aus dem Jahr 2003 eine großartige Überraschung ist. In einer Zeit, in der jedes nur erdenkliche Franchise gnadenlos ausgebaut wird, bis es sich auch garantiert totgelaufen und den größtmöglichen Gewinn eingestrichen hat, befindet sich Hollywood derzeit auf der absoluten Höhe der Fortsetzungen. Und bei einem weltweiten Einspiel von über 480 $, braucht es keinerlei göttliche Einwirkungen, um ein Sequel nicht nur ins Gespräch zu bringen, sondern es auch gleich zu einer todsicheren Sache zu machen. Die Komödie mit Jim Carrey war vor vier Jahren einer der Pflichtfilme des Kinosommers, weshalb man an "Evan Allmächtig" nun gerechtfertigt ein gewisses Maß an Erwartungen stellen darf. Nun räumt aber alleine schon die Tatsache, dass Sequels gerne mal äußerst verrufen sind, dem Werk nicht gerade die besten Chancen ein. Hinzu kommt, dass "Evan Allmächtig" von den meisten Kritikern gnadenlos auseinandergenommen und zerrissen wurde. Zu sagen, dass "Evan Allmächtig" bei vielen Filmexperten nicht gerade gut ankam, wäre noch untertrieben. Vielmehr ließen die meisten kein einziges gutes Haar an dem Film und erklärten ihn sogar zum größten Ärgernis des Jahres. Was Menschen, die vor dem Gang ins Kino etwaiige Online-Kritiken bemühen, den Film nicht gerade schmackhaft macht. Letzten Endes geht aber keine Kritik über das eigene, subjektive Empfinden und so dürfte es wohl doch noch den einen oder anderen geben, der sich über den Preis für die Kinokarte nicht ärgern wird, denn das Totaldesaster, das "Evan Allmächtig" von vielen zugesprochen wird, ist er nun doch wieder nicht. An und für sich ist der Film ohne Frage so unnötig wie ein Messer im Hals, denn nach "Bruce Allmächtig" hätte man dem Publikum schon mehr als nur ein auf den schnellen Dollar abzielendes Massenprodukt bieten können, um noch einmal für Begeisterung sorgen zu können und das hat man hier leider nicht geschafft. Unter der Regie von Komödien-Spezialist Tom Shadyac, der nicht nur den Erstling, sondern auch eine Vielzahl anderer Genre-Streifen wie "Ace Ventura", "Der Dummschwätzer" oder "Der Verrückte Professor" inszenierte, entstand ein Film, der insbesondere den direkten Vergleich mit dem ersten Teil nicht stand halten kann, an und für sich aber als nette, harmlose Familienunterhaltung durchgeht. Da weder Jim Carrey, noch Jennifer Aniston großartige Lust auf ein Sequel hatten, war Kreativität gefragt und so griff man einfach auf einen der bedeutenderen Nebencharaktere des ersten Films zurück. Dieses Mal ist es Evan Baxter, der damals schon die Macht von Bruce Nolan zu spüren bekam, der einen Besuch von Gott erhält und mit einem etwas eigensinnigen Auftrag betraut wird. Es soll eine große Arche gebaut werden, was dem Kongressabgeordneten natürlich gar nicht in den Kram passt. Nach einigen Machtdemonstrationen Gottes akzeptier er seine Aufgabe aber und macht sich mit versessener Zielsicherheit ans Werk. Wer nun vermutet, dass sich in diesem interessanten Plot zahlreiche Gags verstecken, der liegt falsch, denn "Evan Allmächtig" wird seiner Genre-Zuordnung als Komödie so gut wie nie gerecht. Unter diesem Gesichtspunkt ist es schon ein seltsames Erzeugnis, das da auf sein Publikum losgelassen wurde, denn innerhalb von etwa 95 Minuten wird man hier zu keinem Zeitpunkt auch nur zum Schmunzeln animiert. Bestenfalls die Kleinen werden ihren Spaß daran haben, wenn Evan beim Bau der Arche von einem Fettnäpchen ins Nächste tritt und in ermüdenden Slapstick-Einlagen einen auf die Mütze bekommt. Auch bei Aussprüchen wie "Oh, ich habe Pipi im Auge" werden wohl nur die lachen, die den Streifen in Begleitung ihrer Eltern sehen. Ein erwachsenes Publikum hingegen, das derweil nach treffsicheren Pointen oder einem perfekt getimten Wortwitz sucht, wird schnell auf folgende Erkentniss kommen: Etwas derartiges existiert hier einfach nicht. Für eine Komödie ist es schon ein ziemliches Armutszeugnis, wenn sie um jeden Preis versucht, witzig zu sein, aber in sämtlichen Anläufen immer wieder daran scheitert. Tom Shadyac erlag wohl dem Fehlglauben, dass es sein Publikum alleine schon beim Anblick des weißhaarigen und langbärtigen Evan so aus den Socken hauen wird, dass jedwede sonstigen Gags überflüssig sind. Leider reicht dies aber nicht aus. Somit ist jeder, dem mal wieder danach ist, herzhaft zu lachen, hier an der eindeutig falschen Adresse. Dennoch, und das ist das Erstaunliche, fällt es einem schwer, "Evan Allmächtig" als schlechten Film zu betrachten. Er unterhält durchweg recht gut, wenn auch nicht als Komödie. Dessen ungeachtet kommt hier aber zu keinem Zeitpunkt langeweile auf. Die Story um den Bau der Arche verliert nie an Substanz und ist, wenn schon äußerst vorhersehbar und witzlos dargestellt, zu jedem Zeitpunkt interessant und unterhaltsam. Die Story ist es auch, die den Film letzten Endes noch über die Runden bringt. Dass es sich bei "Evan Allmächtig" um die bis dato teuerste Komödie aller Zeiten handelt, ist zwar anhand der Witzlosigkeit des Films lachhaft, allerdings erkennt man auf der anderen Seite schon, wohin das Geld geflossen ist. Sei es nun die riesige Sturmflut gegen Ende oder das beachtliche Tieraufgebot. Vertreter aller Arten tummeln sich vor der Arche, hierzu musste natürlich mit CGI gearbeitet werden, um ein ausartendes Blutbad zwischen diversen Tierarten zu vermeiden. Und, obwohl vielerorts anders behauptet, sehen die Effekte allesamt ordentlich aus. Der Film wartet durchaus mit Momenten und Szenen auf, die einem nicht mehr so schnell aus dem Kopf gehen werden, um so enttäuschender ist es da, dass er so witzlos daherkommt. Als Familienfilm ist "Evan Allmächtig" dennoch qualifiziert, da die Geschichte um den Bau der Arche, wie erwähnt, ordentlich unerhält und desweiteren mit einer unverkennbaren Aussage daherkommt. Während sich Evan's Familie nach seinen Veränderungen zuerst entsetzt von ihm abwendet, kehrt sie letzten Endes doch zu ihm zurück und unterstützt ihn tatkräftig, was nicht nur den Bau wesentlich beschleunigt, sondern die Baxter's insbesondere als Familie und Einheit näher zusammenbringt. Zu den Schauspielern bleibt letzten Endes nur zu sagen, dass sie ihre Rollen akzeptabel rüberbringen, allerdings nie die Klasse von Carrey und Aniston erreichen. Morgan Freeman spielt Gott gewohnt gut aufgelegt und symphatisch, während John Goodman fast schon gelangweilt wirkt, der hervorragende Schauspieler wirkt in seiner Nebenrolle einfach unterfordert. Steve Carell dürfte letztendlich nur des Geldes wegen zugesagt haben, denn an großartige Darstellungen aus Filmen wie "Little Miss Sunshine" oder "Jungfrau (40), männlich, sucht..." kann er hier nicht einmal mehr ansatzweise erinnern, er kann dem Charakter des Evan Baxter leider nicht sein gewohntes Charisma verleihen und zeigt sich auch erschreckend witzlos. Den nervendsten Part des Films füllt indessen Wanda Sykes aus, die als quasselige Sekretärin immer wieder mal dazu genutzt wird, das Geschehen möglichst lustig zu kommentieren, was aber immer scheitert und nur peinlich wirkt. Fazit: Mit "Evan Allmächtig" ist es eine schwierige Sache für sich. Als Komödie und Fortsetzung von "Bruce Allmächtig" betrachtet enttäuscht der Streifen auf der ganzen Ebene, während er aber davon abgesehen durchaus gut unterhalten kann. Die Geschichte um den Archenbau wird in bunten, unbeschwingten Bildern flott erzählt, sorgt für einige nette Effektszenarien und lässt am Ende ein Gefühl der guten Laune zurück, auch, wenn sich die Mundwinkel im Verlauf der 95 Minuten nur äußerst selten, wenn überhaupt, nach oben bewegt haben dürften. Dennoch war mir "Evan Allmächtig" auf irgend eine unerklärliche Art und Weise symphatisch. Ein Gang ins Kino ist hier sicherlich nicht erforderlich, in zwei Jahren spricht aber nichts dagegen, sich den Streifen mal im Free-TV anzusehen.

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