The First Avenger: Civil War Stream Deutsch

Entzweit gehen wir zugrunde.
The First Avenger: Civil War
Als bei einem Einsatz der Avengers in Lagos zwar der Diebstahl eines biologischen Kampfstoffes verhindert wird, dabei aber mehrere Zivilisten sterben, beschließen die Vereinten Nationen ein neues Gesetz, das die Avengers unter ihre Aufsicht bringen soll. Während Tony Stark alias Iron Man für eine Kontrolle der Superhelden votiert, stimmt Steve Rogers alias Captain America für ihre Unabhängigkeit. Auch die Teammitglieder sind uneinig und verteilen sich auf die beiden Wortführer. Als ein Bombenattentat auf jene UN-Versammlung verübt wird und man als vermeintlichen Schuldigen Steves alten Freund Bucky Barnes, nun als Winter Soldier bekannt, ausmacht, verschärft sich die Lage. Nachdem Steve Anweisungen missachtet und versucht Bucky auf eigene Faust zu stellen, damit dieser bei seiner Verhaftung nicht getötet wird, kommt es zu immer offeneren Animositäten zwischen den Superhelden ...
Title The First Avenger: Civil War
Release Date 2016-04-27
Runtime
Genres Abenteuer Action Science Fiction
Production Companies Marvel Studios
Production Countries United States of America

Reviews

Joerg Melzer
Je größer das Netz, desto zahlreicher die Verknüpfungspunkte. "Civil War" hat sichtbar mit dem Ereignisreichtum der Vorlage zu kämpfen und wird vom Medium Comic ziemlich nah an die Grenzen des Mediums Film geführt in dem Vorhaben, möglichst viele Charaktere auf möglichst wenig Spielzeit zu packen (fast zweieinhalb Stunden sind es dennoch geworden) und dabei trotzdem die Übersicht zu behalten. Angesichts der Umstände ist das mal wieder erstaunlich gut gelungen, auch wenn einige der Einführungen, hier insbesondere jene des "Black Panther" und natürlich diejenige der bis dato durch Sony/Columbia isolierten Spinne, unschön aus dem geschlossenen Handlungsrahmen herausstechen. Der realistische, ans New-Hollywood-Cinema der 70er angelehnte Look des zweiten Cap-Films hat sich 2014 bewährt und wird folgerichtig für seinen dritten Solofilm (der strukturell ebenso gut der dritte Avengers-Ensemble-Film hätte sein können) reaktiviert. Man hat gespannt sein können, wie sich dieser mit den schrill-bunten Neuzugängen der letzten Marvel-Filme vertragen würde, doch gerade Figuren wie dem omnipotenten Vision (Paul Bettany) steht die optische Linie durchaus gut. Mag das Publikum eines Robert Downey Jr. im gelbroten Metallanzug langsam vielleicht überdrüssig werden (ein Vorwurf, den man einer monatlich erscheinenden Comicserie bestimmt nicht machen würde), jongliert Marvel insgesamt geschickt mit den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen und kann es sich aufgrund der hohen Frequenz der Verfilmung auch mal leisten, Publikumslieblinge wie Thor oder den Hulk einen Film lang in den Urlaub zu schicken; auf der Ersatzbank finden sich immerhin genug Mitspieler. Die Funktionalität im Marvel-Universum bleibt natürlich generisch; auch "Civil War" benötigt einige Minuten, um sich vom Standard aus Kostümen und größenwahnsinnigen Hi-Tech-Sets zu lösen, hat aber neben dem schwungvoll gedrehten Figurenkarussell einen pikanten Plot in der Hinterhand, der die Avengers von innen heraus in zwei Lager spaltet und sich ähnlich wie "Batman v. Superman" auch mal kritisch (wenn auch oberflächlich) mit den Folgen der Superheldenwüterei auseinandersetzt – und endlich nochmal eine famose, ausgedehnte Superheldenactionsequenz mit Ausnahmestatus.

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