Cabin Fever 2 Stream Deutsch

Cabin Fever 2
Wenige Tage nach den Ereignissen des ersten Teils landet das Virus in Wasserflaschen in der örtlichen Highschool, wo gerade ein Frühlingsball organisiert wird. John möchte eigentlich mit seiner seit Jahren angebeteten Traumfrau Cassie hingehen, die seit kurzem von ihrem Freund getrennt ist. Allerdings lehnt sie seine Einladung ab, da ihr Bruder momentan krank ist. Deprimiert zieht er sich in sein Bett zurück und befürchtet schon einen Splatterfilmabend mit seinen Freunden, die es ebenfalls nicht auf den Ball zieht. Sein Kumpel Alex macht am Tag des Balls jedoch die Bekanntschaft von Liz, die gerade von ihrem Freund sitzengelassen wurde und Alex aus Rache oral befriedigt. Sie stellt ihm in Aussicht, vielleicht auf dem Ball zu erscheinen, weshalb er John überredet, mit zur Party zu kommen. Doch mittlerweile haben viele vom Wasser getrunken - und die, die es bisher nicht taten, erwartet in der Bowle noch eine böse Überrachung.

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Kalla Malla
Der haut- und fleichzersetzende, hochgradig ansteckende Killervirus, der schon einer Gruppe Jugendlicher das Camping-Wochenende ordentlich versaut hat, grassiert noch immer in den Abwasseranlagen der amerikanischen Kleinstadt Springfield. Durch einen dummen Zufall gelangt die Seuche in das Mineralwasser eines lokalen Getränkeherstellers und von dort aus direkt in die Bowle für den anstehenden College-Abschlussball. Während die Schüler und Lehrer alles für das große Ereignis vorbereiten, nimmt das Unheil mit der unaufhaltsamen Verbreitung der Bakterien seinen Lauf. Zunächst unbemerkt, bricht sich das volle Ausmaß des tödlichen Virus an dem großen Abend seine grausame Bahn, als sich auf der Tanzfläche der Schulaula plötzlich reihenweise Blut, Schleim und Eiter ausscheidende Infizierte tummeln. Für Nerd Alex, seinen Kumpel John und dessen Angebetete Cassie entwickelt sich die Lage zum brenzligen Kampf ums Überleben, der nicht gerade dadurch erleichtert wird, dass die Schule von einem Spezialkommando abgeriegelt wird, welches jeden erschießt, der aus dem Gebäude zu entkommen versucht... Nun, mit Fortsetzungen im Horrorgenre ist das ja seit geraumer Zeit so eine Sache für sich. Von den meisten verteufelt, erweisen sich Sequels doch immer wieder als sichere Angelegenheit, da gerade jenes Klientel, welches zu Beginn den größten Protest heuchelt, letzten Endes doch wieder als erstes in der Videothek Schlange steht, sobald es der fertige Film erst auf den Markt geschafft hat. Und nach all den zahllosen Remakes, Spin-Offs, Weiterführungen, Prequels und Crossovern der letzten Jahre war es im Grunde nur eine Frage der Zeit, bis irgendein findiger Produzent seine Hoffnungen in einen zweiten Teil des Horror-Überraschungserfolges Cabin Fever aus dem Jahr 2002 setzen würde. Manch einer mag sich sicherlich noch an den Backwood-Reißer erinnern, mit dem Tarantino-Buddy Eli Roth damals sein hitzig diskutiertes Regiedebüt ablieferte, bevor er sich mit Hostel I & II in der Regie der angesagten Horror-Newcomer etablierte. Nun ist Roth zwar sicherlich kein zweiter Kubrick und auch sein Cabin Fever kein wirklich weltbewegender Beitrag zur bluttriefenden Terrorfilm-Welle, doch im Vergleich zu dem, was uns nun mit Cabin Fever 2: Spring Fever 7 Jahre nach dem Original aufgetischt wird, handelt es sich bei dem Erstling direkt noch um ganz großes Kino. Bekam man mit dem ersten Teil damals noch ein kurzweiliges und unterhaltsames B-Movie mit einigen zünftigen Schockmomenten geboten, folgt darauf nun ein geschmackloses Billigfilmchen fernab jeden Niveaus, das den Ekelfaktor zwar noch einmal um ein vielfaches zu vermehren weiß, jeden Ansatz brauchbaren Filmschaffens dabei aber einfach links liegen lässt. Sicher sollte man nicht mit falschen Maßstäben an ein Werk wie Cabin Fever 2: Spring Fever herantreten, war dieser Film doch von Anfang an als trashige Rückbesinnung auf das Low-Budget-Exploitationkino der 70er und 80er angedacht, der ein tieferer Sinn bewusst vorenthalten wurde. Das hat schon bei Robert Rodriguez' Planet Terror vorzüglich geklappt, der aber nicht nur budget-technisch in einer vollkommen anderen Liga als Cabin Fever 2: Spring Fever spielt. Als größtes Defizit dieses Films dürften produktionsinterne Differenzen zu werten sein, in deren Verlauf sich die Produzenten mit dem von Regisseur und Drehbuchautor Ti West (The House of the Devil) vorgelegten Material gänzlich unzufrieden zeigten und kurzerhand ausgedehnte Nachdrehs veranlassten. Das Resultat ist ein augenscheinlich gnadenlos seines Sinnes beraubter Torso eines Films, von dem sich inzwischen auch West immer wieder deutlich distanzierte und betonte, dass die finale Fassung keinesfalls seiner ursprünglichen Vision des Films entspräche. Es darf aber bezweifelt werden, dass ein Director's Cut viel aus dem hier Dargebotenen herausholen könnte, denn in seiner Quintessenz ist dieses Werk nichts anderes als eine Anhäufung plumpen Ekels, der ob seiner primitiven Aufmachung selbst bei den gestandenen Gore-Liebhabern einen schwierigen Stand haben dürfte. Im Normalfall kann man als Freund derartiger Filmkunst ja davon ausgehen dürfen, dass ein Streifen, dessen Titelscreen mit einem zerplatzenden Körper daherkommt, sehr genau weiß, welche Maßstäbe er zu erfüllen hat, doch diese Annahme erweist sich hier schnell als fataler Irrglaube. Selbst die kurze Fortführung der Geschehenisse aus dem ersten Teil zu Beginn des Films ist nicht mehr als ein Alibi, um den Titel gerecht zu werden. Nach kürzester Zeit verliert Cabin Fever 2: Spring Fever dann auch schon jedweden nennenswerten Bezug zu dem Erstling und verlegt das Geschehen an eine typisch-amerikanische Highschool, was natürlich nicht ohne eine deutliche Portion Pubertätsklamauk und debilen Nerd-Humor vonstatten gehen darf. Gleichzeitig dazu erweisen sich die tragenden Charaktere als absolut unsympathische Vollpfosten, denen man bereits nach den ersten Sekunden ihrer Screentime die Pest bzw. das Killervirus an den Hals wünscht. Irgendwo zwischen peinlicher Teenie-Klamotte in der Tradition von American Pie und irrsinigstem Troma-Trash macht Cabin Fever 2: Spring Fever alsbald das, was er am Besten kann und lässt nichts unversucht, um den Zuschauer erneut mit seiner letzten Mahlzeit zu konfrontieren. Während die Story noch im Entstehehungsstadium dahinsiecht, serviert uns Ti West sezierte Frösche, Toiletten-Blowjobs mit anschließendem Spermaspucken und einen sich in die Bowle erleichternden Busfahrer, der es auf diese Weise den nervenden Kids heimzahlen darf. Es ist angeraten, bereits zu diesem Zeitpunkt seine Ansprüche gen null zu fahren, denn niveauvoller wird es in der kommenden Stunde keineswegs. Ekelige Provokation mit der Brechstange war offensichtlich das einzig geläufige Stilmittel am Set, denn spannend wird das Gezeigte zu keiner Minute, da sich alles in vorhersehbaren Bahnen abspielt und außer infantilen Ekelmomenten onehin nichts zu bieten hat. Hartgesottene Trash-Anhänger dürften vermutlich die Einzigen sein, die Cabin Fever 2: Spring Fever ohne den Verlust von Hirnzellen überstehen werden, denn was einem hier inszenatorisch sowie inhaltlich geboten wird, grenzt schon fast an einer offenen Beleidigung des Zuschauers. Lächerliches Klischeeverhalten und durchgehende Spannungsarmut gehen stets mit der nächsten, selbstzweckhaften Ekelszene einher. Losgelöste Fingernägel und Abtreibungen auf der Mädchentoilette werden ihren Zweck dabei ebenso wenig verfehlen wie ein bereits vermodernder Penis, der in Großaufnahme dickflüssigen Eiter absondern darf. Der Splatterfaktor hält sich dann allerdings zu allem Überfluss in Grenzen, denn bis auf einen zertrümmerten Schädel in bester Irreversible-Manier und einen mittels einer Kreissäge abgetrennten Arm wird dem Gorehound hier nichts Besonderes geboten. Um dieses zusammengemurkste Versatzstück der zur Glanzleistung verklärten Unfähigkeit noch zu vervollständigen, gesellen sich zu all dem Elend noch ein Vor- und Abspann in ebenso hässlicher wie kostengünstiger Zeichentrick-Optik und ein völlig deplatziertes Ende, das wohl den Nachbearbeitungen der Produzenten zuzuschreiben ist. Und da dem deutschen Verleih dieses auf Zelluloid gebannte Fiasko eines von Hirnfürzen geplagten Filmverbrechers scheinbar noch immer nicht grottig genug war, leistete man aus dieser Ecke kurzerhand seinen eigenen Beitrag und spendierte Cabin Fever 2: Spring Fever eine miserable und zum Davonlaufen schlechte Synchro, die somit auch auf akustischer Ebene ein recht besonderes Filmerlebnis garantiert. Nach all diesem gequirlten Stuhlgang dürfte es wohl niemanden ernsthaft überraschen, dass auch die Schauspieler allesamt auf Sparflamme agieren und keinesfalls zu begeistern wissen. Einzig Giuseppe Andrews als einfältiger Deputy darf durch sein herrlich überzogenes Spiel noch für vereinzeltes Schmunzeln sorgen. Fazit: Somit ist Cabin Fever 2: Spring Fever, welch Überraschung, insgesamt eine absolut überflüssige Fortsetzung geworden, die sich dem bereits nicht besonders weltbewegenden Erstling in allen Belangen geschlagen geben muss. Vollkommen an der eigentlichen Intention vorbei inszenierte Ti West anstatt einer kurzweiligen Gorekomödie ein primitives und ungemein spannungsarmes Ekelszenario, das lediglich ob seines nicht zu bestreitenden Trash-Gehaltes noch rudimentär zu unterhalten vermag, welcher dieses filmische Komplett-Desaster aber auch nicht mehr aufzuwerten weiß.

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