Spider-Man: Homecoming Stream Deutsch

Hausaufgaben können warten... Die Stadt nicht
Spider-Man: Homecoming
Nach seinem Aufeinandertreffen mit den Avengers ist Peter Parker alias Spider-Man wieder zurück in New York, wo er bei seiner Tante May wohnt. Seitdem er mit bzw. gegen die anderen Helden kämpfte, fragt er sich, ob er mit seinen herausragenden Fähigkeiten nicht mehr machen sollte, als nur die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft zu sein, die den einen oder anderen Einbruch verhindert und Taschendiebe stoppt. Doch daneben muss der von seinem neuen Mentor Tony Stark geförderte Jugendliche auch noch den Alltag auf die Reihe bekommen, den Alltag als Teenager an einer Highschool, wo er sich in Liz verguckt hat. Blöd, dass ausgerechnet in dieser Situation ein Bösewicht für Unruhe sorgt, der technisch bestens ausgestattet ist und von Rachedurst getrieben: der Vogelmann Vulture ...
Title Spider-Man: Homecoming
Release Date 2017-07-05
Runtime
Genres Action Abenteuer Science Fiction Drama
Production Companies Marvel Studios, Columbia Pictures, Pascal Pictures, LStar Capital, Sony Pictures
Production Countries United States of America

Reviews

dapelza
An sich ist der Film nicht schlecht. Aber was die aus dem Spider-Man gemacht haben ist echt schrecklich! Spider-Man War immer der Held meiner Jugend und der beste der Marvelhelden. Aber im Avengers Universum ist das nichts mehr! Meiner Meinung nach ist der beste Spider-Man, The Amazing Spider-Man
Joerg Melzer
… und so wurde Onkel Ben von seinen Pflichten als Stehaufmännchen befreit. Er musste nicht länger wie Kenny McCormick von Reboot zu Reboot stolpern und seinem besiegelten Abgang ins Auge blicken, Peter folglich nicht mehr über den Zusammenhang von Macht und Verantwortung belehrt werden. Der Zuschauer, längst selbst Origin-Experte, nicht ein weiteres Mal Onkel Stans alte Gutenachtgeschichten über sich ergehen lassen. Und Spider-Man darf jetzt hoffentlich endlich mal reifen. Dank des vorausgehenden 10-Minuten-Cameos in „Civil War“ hält sich die nunmehr dritte Inkarnation des Krabbelhelden nach Maguire und Garfield ohnehin nicht mehr mit dem Kickstart auf; ballastfrei wie ein Obstgarten markiert es den endgültigen Einstieg in das inzwischen gigantische Marvel Cinematic Universe und bietet eine ungewohnte Outsider-Perspektive auf die große Show der Avengers, die auf der Main Stage wüten und (noch) keine Notiz nehmen von dem hüpfenden Netzschwinger. Zu den Requisiten dieses vergleichsweise eher unscheinbaren und völlig verspielten Films gehören folglich Absturzteile aus den großen Materialschlachten der Vergangenheit, billige Röhren-TV-Auftritte von Captain America, notdürftige Erste-Hilfe-Einsätze Iron Mans (oder seines Anzugs) und der Flur vor einem mit Menschen gefüllten Pressesaal, nicht der Saal selbst. Ein abgewrackt aussehender Schauspieler, der schon Batman und Birdman war, spielt wieder einen Vogel. Und Spider-Man selbst? Hat eine Verjüngungskur hinter sich, bewegt sich nun mit dem Körper des 21-jährigen und noch viel jünger aussehenden Tom Holland durch die Hood und nimmt mit begrenztem Blickfeld ohne Sinn für die größeren Zusammenhänge vor allem seinen High-School-Schwarm Liz wahr, und vielleicht noch das coole Gefühl, dass der große Tony Stark seinen Namen kennt. Hat man sich mit dieser harm- und bisweilen auch bisslosen Perspektive abgefunden, findet man einen durchaus unverkrampften Film vor, wie man ihn gerade nach einer Nummer wie „Justice League“ aus dem Konkurrenzlager durchaus zu schätzen wissen kann. Nicht Skylines aus New Yorks Hochhausschluchten bestimmen das Szenenbild von „Homecoming“, sondern suburbane Siedlungen mit Gärten, die vom Sonnenuntergang in goldenes Licht getaucht werden. Selbst Stan Lee hat einen vergleichsweise harmlosen Cameo als meckernder Mieter, vergleicht man ihn mal mit seiner Chemie-Stunde in „Amazing Spider-Man“. Da steckt so viel Understatement drin, dass man anstatt der echten Avengers ein paar Rabauken mit Avengers-Masken vorfindet, die eine Bank ausrauben. Eingebettet in das von Marvel initiierte Universum funktioniert das hervorragend, für sich genommen hätte man den Awesome-Faktor allerdings schon ein bisschen hochschrauben können. Obwohl Michael Keatons Geier ein vergleichsweise cooler Antagonist ist, fehlt zwischen ihm und Peter Parker trotz persönlicher Beziehung die Spannung – ein Parallelismus, den man auf Sam Raimis Original anwenden kann, mit der klaren Schlussfolgerung, dass Tobey Maguire und Willem Dafoe in diesem Punkt wesentlich besser abschneiden. Selbst in Sachen Comic-Action wird mit der auseinanderbrechenden Fähre der ersten Phase Marvels und hier wiederum hauptsächlich Raimis Film Tribut gezollt, beschwört sie doch kein bildsprengendes Armageddon mit Wutblitzen aus dem Computer, sondern konzentriert sich auf die Anatomie einer Gefahrensituation, um diese mit den Kräften des Helden zu kontrollieren. Marvel braucht solche Rückgriffe auf die alte Schule, um variabel zu bleiben und zeigt einmal mehr Meisterschaft bei der Einbettung vieler kleiner Geschichten in eine große. Blendet man die vollständige Comicsammlung aber aus und konzentriert sich auf dieses eine Kapitel, wird man eine sorgfältig geschriebene, aber durchweg überraschungsfreie High-School-Komödie vorfinden, deren einziger Witz darin besteht, das Kleine ins Große einzufädeln. Um ganz ehrlich zu sein: Der seinerzeit gemeinhin unbekannte „Ant-Man“ hat die gleiche Aufgabe wesentlich eleganter und mit mehr Esprit gelöst.

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