Blade II Stream Deutsch

Schneller. Schärfer. Tödlicher.
Blade II
Der Daywalker Blade, halb Mensch, halb Vampir, wird nur von einem Ziel getrieben: Rache für den Fluch, der von Geburt an auf ihm lastet – und die Rettung der Menschheit vor einem blutigen Weltuntergang. In seinem neuen Action-Abenteuer muss Blade sich mit einem Team mächtiger Vampire verbünden, denn sie stehen einem Gegner gegenüber, der in seiner Boshaftigkeit alles Dagewesene in den Schatten stellt: ein neuer Super-Vampir, der sich vorgenommen hat, sowohl die Menschen als auch die Vampire vom Erdboden zu vertilgen…
Title Blade II
Release Date 2002-03-22
Runtime
Genres Fantasy Horror Action Thriller
Production Companies Marvel Enterprises, New Line Cinema, Amen Ra Films, Milk & Honey, Imaginary Forces, Justin Pictures, Linovo Productions GmbH & Co. KG, Pacific Title and Art Studio
Production Countries United States of America

Reviews

Kalla Malla
Zwei Jahre sind ins Land gezogen, seit Vampirjäger Blade (Wesley Snipes) dem größenwahnsinnigen Blutsauger Deacon Frost Einhalt gebieten konnte. Seitdem reist Blade um die ganze Welt, auf der Suche nach seinem Mentor Whistler (Kris Kristofferson). In Prag wird er fündig, doch Whistler ist längst nicht mehr der Selbe, die Vampire haben ihn zu einem von ihnen gemacht. Durch die Injektion eines schnell wirkenden Serums schafft es Blade jedoch, seinen alten Freund wieder zu einem Menschen zu verwandeln. Kaum ist dies überstanden, droht neuer Ärger: Blade wird von dem Vampir-Ältesten Damaskinos (Thomas Kretschmann) um Hilfe gebeten, der ihn davon in Kentnis setzt, dass eine neue Vampir-Rasse aufgetaucht ist, die sogenannten "Reapers". Das Problem ist, dass diese nicht nur über Menschen herfallen, sondern sich auch an den normalen Vampiren biedenen, um ihren Durst zu stillen. Würde dem nicht schnell ein Riegel vorgeschoben werden, würde das nicht nur das Ende der Menschheit, sondern auch das der Vampire bedeuten. Aus diesem Grund rauft sich Blade mit dem zusammen, das er am meisten verabscheut und lernt das Bloodpack kennen, eine Eliteeinheit gut ausgebildeter Vampire, an deren Seite er gegen die Reapers in den Kampf zieht. Das soll sich jedoch ziemlich problematisch gestalten, da das Verhältnis zwischen Blade und der Vampir-Elite nicht unbedingt von Vertrauen geprägt ist.. Ich schreibe hier über eine Fortsetzung, ein Sequel, einen zweiten Teil, was ungefähr so viel bedeutet, dass jeder, der diesen Bericht liest, folgenden Satz erwartet: "Für gewöhnlich können Fortsetzungen dem Original nicht das Wasser reichen". Eigentlich habe ich mir für dieses Mal fest vorgenommen, diesen Satz nicht auszugraben, doch jetzt ist es mir schon wieder passiert. Doch anstatt mich nun selbst zu Ohrfreigen, lohnt es sich vielmehr, die Überlegung anzustellen, ob es nicht zwingend wichtig ist, ein Sequel mit dem Erstling zu vergleichen? Nun, im Falle von "Blade 2" ist dies schier unerlässlich, da hier ein anderer Mann auf dem Regiestuhl Platz nahm und somit auch der Weg frei war für viele hübsche Neuerungen im Blade-Universum. Wo 1998 noch Stephen Norrington dem Kultcomic sein düsteres Leben einhauchte, nahm nun Guillermo del Toro das Projekt in die Hand, was sicherlich kein Fehlwurf von Seiten des Studios war. Bereits mit "Mimic" und "The Devil's Backbone" hat del Toro bewiesen, dass er durchaus in der Lage ist, in sich stimmige Streifen auf die Beine zu stellen, auch wenn die beiden eben genannten natürlich niemals das Kaliber eines Blade erreichen. Lange Rede, kurzer Sinn. Obwohl man die Hoffnungen nun in einen anderen Regisseur setzte, ging man dennoch auf Nummer sicher und verpflichtete selbstverständlich wieder Wesley Snipes für die Rolle des coolsten Vampirkillers aller Zeiten. Gleichzeitig wurde dieser auch als Produzent engagiert, doch dies nur nebenbei. Snipes spielt den "Daywalker", wie er in Vampirkreisen liebevoll genannt wird, wieder souverän und vollbringt das Wunder, aus ziemlich wenig Schauspiel möglichst viel coolness hervorzuholen. Die Mimik des Akteurs beschränkt sich auf ein nötiges Minimum, 95% der Spielzeit über können wir Snipes mit dem selben Gesichtsausdruck beobachten. Dies soll allerdings in keinster Weise abwertend klingen, denn was anderen Schauspielern vermutlich die Füße vom Boden fegen würde, hebt Snipes gerade erheblich in der Coolness-Skala empor, und seien wir mal ehrlich, dort und nirgendwo anders wollen ihn seine Fans ganz oben sehen. Ansonsten noch sehr zu überzeugen wissen Kris Kristofferson, der als Whistler seine Bestimmung gefunden hat, so überragend und smart bringt er diese Rolle rüber, und Norman Reedus, der den jungen Mechaniker Scud mimt, der Blade zusammen mit Whistler stets mit allen möglichen technischen Gimmicks ausrüstet. Schauspieltechnisch gibt es Hauptrollenbezogen also nichts zu meckern, wenn wir uns jedoch dem Plot zuwenden, tun sich die ersten, düsteren Wolken am Horizont auf. Mich persönlich konnte die Geschichte um die Spezies der Reaper, die für Vampire und Menschen gleichermaßen eine Bedrohung darstellen, zwar gut unterhalten, aber an und für sich nicht von den Socken hauen, denn damit zeigt sich ein gewaltiges Problem: Blade ist gezwungen, mit dem Bloodpack, einem gut ausgebildeten Team von kampferfahrenen Vampiren zusammen zu arbeiten, um gegen die Reaper vorzugehen. Und, manch einer möge meinen weiteren Bericht nun sicherlich mit Ignoranz strafen, aber mir war dieses sogenannte Bloodpack einfach zu menschlich. Das Verhalten, das sie an den Tag legen, ihre muntere, auf cool stylisierte Art, das war mir einfach viel zu weit von dem entfernt, was ich unter einem Vampir verstehe. Auf den ersten Blick machte das Bloodpack auf mich den Eindruck einer Bande Biker, die sich gerade in ihrer Stammkneipe versammeln. Diese ständigen, coolen Sprüche, die Sonnenbrillen, die Waffen, die Kleidung, das hat einfach nichts mit Vampiren zu tun. Das war dann aber glücklicherweise auch der massivste Kritikpunkt, den ich einzuwenden hätte, denn sofern man über dies gütig hinwegsieht, gibt es nichts, aber auch gar nichts, was einem die 110 Minuten Action und Spannung verderben könnte. "Blade 2" ist bis an den Rand vollgepumpt mit Adrenalin der schweißtreibendsten Sorte und wird so zu keiner einzigen Sekunde auch nur eine Spur von langweilig, geschweige denn uninteressant. Hier ist Action die oberste Priorität, und tritt auch von Anfang bis Ende nonstop zu Tage. Es ist schon fast der Wahnsinn, dass Guillermo del Toro diesen beeindruckenden Spagat tatsächlich geschafft hat, denn obwohl hier eigentlich nur gekämpft und geschossen wird, wird es kaum einen geben, der sich ernsthaft über zu wenig Abwechslung beschweren könnte. Dazu sind die beeindruckenden Kämpfen einfach zu perfekt choreographiert, ja, ich würde sogar so weit gehen, die Bezeichnung "Augenweide" zu verwenden. Genau das sind die Fights nämlich. In Zeitlupe bekämpft Blade dutzende von Vampiren, was die Kamera, sich spektakulär drehend, des öfteren in Zeitlupe einfängt. Zumindest was die Kampfszenen angeht, toppt "Blade 2" seinen Vorgänger also definitiv, auch wenn dieser da schon alles andere als uninteressant war. Was zudem noch zu einem guten Film dieser Art gehört, ist auch auch hier mit von der Partie, nämlich literweise Blut. Auf Splatter muss man zwar weitgehend verzichten, doch an roter Flüssigkeit wurde keineswegs gespart. Gerade in den Kampfszenen, oder in den etlichen "Fressszenen" geht es mitunter recht deftig zur Sache, was, zusammen mit dem ekligen Schleim-Look der Reaper die Freigabe ab 18 Jahren durchaus rechtfertigt. Eine, düstere, oder gar bedrohliche Atmosphäre sucht man dafür leider vergebens. "Blade 2" mag für Unwissende zwar den Eindruck eines Horrorfilms erwecken, ist aber nichts anderes als Action in Reinkultur und das ist auch gut so. Fazit: "Blade 2" mag zwar nicht ganz die Klasse seines Vorgängers erreichen, doch, Asche auf mein Haupt, zumindest hinsichtlich Action, Tempo und Unterhaltung schlägt er ihn um Längen. Guillermo del Toro hat die verhältnissmäßig düstere Vorlage genutzt, um daraus ein packendes Actionfeuerwerk zu machen, das sich wahrlich sehen lassen kann. Wesley Snipes in seiner Paraderolle ist cool wie nie und schlachtet auf optisch hohem Niveau dutzende Vampire ab, was einfach eine Freude ist. Für all jene, die noch nie Bekanntschaft mit "Blade" machen konnten, mag sich dies nun etwas seltsam anhören, doch alle anderen wissen was ich meine. Die Kampfszenen sind hier einfach eine Wucht, was jedoch nicht zu den einzigen positiven Eindrücken zählt, die ich von "Blade 2" gewonnen habe. Auch die meisten Schauspieler sind exzellent und das ist für einen Film dieser Gattung nicht alltäglich. Lediglich das Bloodpack wurde für meinen Geschmack etwas zu menschlich dargestellt, doch das ist, zusammen mit kleinen logischen Unschlüsigkeiten, das einzige, was ich hierzu zu bemängeln habe.

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