Survival Game Stream Deutsch

Survival Game
Das Fernsehprogramm reißt in der fernen Zukunft kaum mehr einen Zuschauer vom Hocker. Langweilig sind die immer gleichen Formate und sich wieder und wieder wiederholenden Sendungen. Das Publikum ist bereits abgestumpft und verlangt nach neuen spektakulären Kicks. Also wird Mafia ins Leben gerufen. Dahinter verbirgt sich eine tödliche Live-Action-Gameshow, welche die Quoten wieder in die Höhe treiben soll. Elf Kandidaten treten gegeneinander an und ihr Einsatz könnte nicht höher sein: Denn nur einer überlebt das Spiel. Vor laufenden Kameras und den Augen der ganzen Welt stellen sich die Teilnehmer ihren schrecklichsten Albträumen… bis nur noch einer übrig bleibt.

Reviews

Michael
Mit „Survival Game“ hat der armenische Regisseur Sarik Andreasyan (Beremennyy, American Heist) einen Film abgeliefert, der durchaus soziakritische Fragen aufwirft in seiner Erzählstruktur allerdings deutliche Schwächen aufweist. So ist es zwar schön und gut die Teilnehmer der Partie Mafia vorgestellt zu bekommen, doch spielt die Vorgeschichte der Charaktere im Verlauf des Films nur eine untergeordnete Rolle. Als Zuschauer baut man durch diese Geschichten auch keine bessere Bindung zu den Figuren aus als wenn man diese Elemente weggelassen hätte. Schade ist auch, dass der psychologische Teil des Films deutlich zu kurz kommt. Im Grunde will der Film ja zeigen, wie sich Menschen in einer Extremsituation gegenseitig manipulieren und wie Menschen unter Anschuldigungen und der Angst zu sterben leiden, doch stattdessen beschränkt sich dieser Teil der Inszenierung auf kurze Normierungen und Abstimmungen über das nächste Opfer mit minimalen Diskussionen. Statt diese interessanten Aspekte von menschlichen Abgründen näher zu beleuchten, begeht Andreasyan den Fehler sich leider zu sehr auf den Tod der Opfer zu konzentrieren. Einmal nominiert müssen sich die Spieler nämlich in einer virtuellen Umgebung ihrer größten Angst stellen, der sie dann unterliegen und sterben und somit ausgeschieden sind. Um das Konzept der Show zu verdeutlichen macht es dabei auch Sinn dieses Geschehen einmal ausführlich zu zeugen, doch danach hätte man die Figuren schneller sterben lassen sollen und sich auf das psychologische Spiel konzentrieren sollen. Nicht nur ziehen diese langen Todesepisoden den Film gefühlt in die Länge, auch geht durch diese Sequenzen die Spannung verloren. Ein weiteres Problem was der Film hat sind seine computergestützten Spezialeffekte. Ob nun die kleinen fliegenden Roboter, die die Teilnehmer als Zivilist oder Mafiamitglied kennzeichnen oder das Getier was in diversen Todessequenzen auftaucht, allem sieht man die Herkunft aus dem Computer dran und auch wenn die Tiere noch kein Asylum-Niveau erreichen, ist die Qualität der Effekte leider nicht weit davon entfernt. Schade, wird „Survival Game“ doch so auch wieder einem Stück Atmosphäre beraubt. Etwas retten können den Film allerdings die Darsteller. Bei einer russischen Produktion stehen die Chancen darauf, dass in Deutschland bekannte Namen mitspielen zwar eher gering, doch Namen sind bekanntlich nicht alles, was „Survival Game“ auch beweist. Die Leistungen der Darsteller bleiben einem zwar nicht dauerhaft in Erinnerung, doch schafft es der gesamte Cast, dass man ihnen ihre Rollen abkauft. Keine Figur wirkt lächerlich und bei keinem Darsteller wünscht man sich, dass er doch bitte schnellstmöglich von der Leinwand verschwinden soll. [Sneakfilm.de]

Leave a Review?

You must be registered and logged in to submit your review.