Nightmare on Elm Street - Mörderische Träume Stream Deutsch

Falls Nancy nicht schreiend aufwacht, wacht sie nie mehr auf.
Nightmare on Elm Street - Mörderische Träume
Praktisch über Nacht hält der blanke Horror Einzug in das Leben der jungen Nancy Thompson. Eines Nachts wird der hübsche Vorstadt-Teenager von einem erschreckend realen Alptraum heimgesucht: Ein narbengesichtiger Fremder mit Rasiermessern statt Fingern jagt sie durch den Heizungskeller, um sie zu massakrieren. Schreiend und schweißgebadet wacht Nancy auf und muss feststellen, dass ihr Nachthemd zerschlitzt ist! Ihre Eltern zeigen wenig Verständnis für die Schlafparanoia der Heranwachsenden, doch...

Reviews

Kalla Malla
Tina Gray (Amanda Wyss) hat bereits seit geraumer Zeit grauenhafte Alpträume, in denen sie von einem Mann mit verbranntem Gesicht, der anstatt Fingernägel lange Rasiermesser besitzt, durch einen düsteren Fabrikkeller verfolgt wird. Als ihre Eltern sie für ein paar Tage allein lassen, lädt Tina aus Furcht ihre Freunde Nancy (Heather Langenkamp) und Glen (Johnny Depp) zu sich nach Hause ein. Kurz darauf stößt auch noch Rod (Jsu Garcia), Tinas Freund, zu den Dreien. Niemand von ihnen ahnt etwas böses, bis das Grauen plötzlich und unaufhaltsam zuschlägt. In der Nacht hat Tina wieder einen Albtraum, doch nicht nur das. Irgend etwas schlitzt das Mädchen vor den Augen ihres Freundes auf, der dem blutigen Schauspiel starr vor Schreck beiwohnt und nichts unternehmen kann, um Tina zu helfen. Für die Polizei steht natürlich sofort fest, dass Rod der Mörder seiner Freundin ist. Nancy jedoch hat ihre Zweifel daran, da auch sie in ihren Träumen schon von dem unheimlichen Wesen heimgesucht wurde und vermutet, dass mehr hinter der ganzen Sache steckt. Ihre Träume werden zusehends intensiver und verstörender, was auch ihren Eltern nicht unbemerkt bleibt. Als Nancy kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht, erfährt sie von ihrer Mutter die Geschichte des Kindermörders Freddy Krueger (Robert Englund), der zu Lebzeiten mehr als 20 Kinder entführte und tötete, bis er von den Eltern Springwood's schließlich aufgesucht und bei lebendigem Leib verbrannt wurde. Nancy's unheilvolle Vermutung soll sich bewahrheiten, als ihr klar wird, dass Freddy Krueger zurückgekehrt ist, um an den Eltern von Springwood Rache zu nehmen, indem er deren Kinder in ihren Träumen tötet. Um dem mordlustigen Treiben ein Ende zu bereiten, beschließt Nancy, sich Freddy zu stellen... Gewisse Filme haben das Horrorgenre revolutioniert und gelten aufgrund dessen als Meilensteine und moderne Klassiker. John Carpenter's "Halloween" gilt als der Urvater aller Slasherfilme und hat mit Michael Myers auch einen stummen und bösartigen Killer zu bieten, der sich wacker bis heute durchschlagen konnte (es ist sogar wieder einmal eine Fortsetzung geplant, bei der Rob Zombie Regie führen soll). Zwei Jahre später kam dann ein gewisser Sean S. Cunningham und zeigte in seinem "Freitag der 13." souverän, was "Halloween" noch der Fantasie des Zuschauers überließ: Blutrünstige Effekte, die von Tom Savini souverän inszeniert wurden und die dem Streifen einen derartigen Erfolg bescherten, dass 9 Fortsetzungen folgen sollten. So kultig aber Michael und Jason auch sein mögen, sie sind nichts im Vergleich zu dem Albtraum, den Horror-Urgestein Wes Craven im Jahr 1984 erstmals entfesselte. Sein "A Nightmare on Elm Street" basierte entfernt auf einem wahren Fall, den Craven einige Jahre zuvor in den Nachrichten aufgeschnappt hatte. Angeblich ist ein Mann aufgrund seiner heftigen Albträume im Schlaf gestorben. Aus dieser Grundidee schuf Wes Craven die erfolgreichste und weltweit bekannteste Horrorfilmserie, die auch nach über 20 Jahren noch populärer denn je ist, wie der von den Fans langerwartete "Freddy Vs. Jason" kürzlich bewies. Dabei begann die Erfolgsstory aber nicht halb so rosig, wie es das Endresultat vermuten lässt. Craven hatte große Schwierigkeiten, Interessenten für sein Drehbuch zu finden, bis er bei New Line Cinema fündig wurde. Wie es die Ironie so will, sollte es gerade der enorme Erfolg von "Nightmare" sein, der New Line Cinema aus einer großen Flaute rettete und wieder groß ins Rennen beförderte. Wer sich nun die Frage stellt, ob denn der ganze Rummel um diesen Low-Budget Film, was "A Nightmare on Elm Street" ja auch war, berechtigt ist, der darf dies mit einem klaren Ja beantwortet sehen. Craven's Überraschungserfolg hatte seinen Genrekollegen einiges voraus. So wirkt der Streifen trotz des beinahe selben Produktionsjahres auch heute noch viel frischer und moderner, die Story hat über die Jahre hinweg nichts von seiner Faszination und seiner Spannung eingebüßt. Die hier erzählte Handlung hebt sich in zweierlei Punkten von den üblichen 08/15 Geschichten des Genres ab. Zum Einen hat man das hier geschilderte so noch nicht gesehen und zum anderen kommt das Ganze durchaus intelligent daher. Während "Freitag der 13." auf ein Minimum an Handlung setzte, war die Story um den Killer, der im Traum erscheint, damals noch frisch und neu und weiß das Publikum so zu fesseln. Zudem ist es das geschickte Verwirrspiel mit dem Zuschauer, dass einen in regelmäßigen Abständen tief in seinen Fernsehsessel drückt. In vielen Passagen des Films ist es im ersten Moment schwer zu bestimmen, ob wir uns noch in der Realität oder in einer Traumpassage befinden, so dass sich der Horror unbemerkt und dann um so erschreckender anschleicht. Die Tatsache, dass der Schrecken hier in Träumen sein zu Hause findet, hat den unschätzbaren Vorteil, dass den Machern beim Design der Horrorszenen keine Grenzen gesetzt waren. In einem Traum ist eben alles möglich und dieser Trumpf wird hier auch ausgespielt. Auch wenn man sagen muss, dass sich der erste Teil, direkt mit seinen Nachfolgern verglichen, mit surrealen Szenen noch eher zurückhält, so ist es doch sehr unheimlich, was uns hier serviert wird. Wenn die Jugendlichen in den Schlaf fallen, befinden sie sich in Freddy's Reich und sind dort voll und ganz seinem bösartigen Treiben ausgesetzt. Insbesondere die Fabrik, in der die Kids in ihren Träumen des öfteren sind, ist wirklich unheimlich inszeniert und erzeugt eine unheimliche, auswegslose Atmosphäre. Sehr gefallen hat mir, dass Freddy hier noch ein übermächtiges, dämonisches Wesen ist und noch nicht ganz so humorvoll in Szene gesetzt wurde wie in den späteren Teilen. Während es im weiteren Verlauf der "Elm Street" Reihe immer mehr zu Freddy's Markenzeichen wurde, seine Opfer mit sarkastischen Sprüchen zu verhöhnen, ist er hier noch wirklich der große, böse schwarze Mann, der er in den Augen Craven's sein sollte. Seine Erscheinung ist schon hier perfektioniert und hat sich in den nachfolgenden Filmen nicht verändert. Eine verbrannte Haut, ein rot-grün gestreifter Pullover, ein großer Hut und natürlich der obligatorische Rassiermesserhandschuh, ohne den man sich Freddy Krueger nicht vorstellen kann. Die Spannungskurve schraubt sich während des Films konstant nach oben, so dass nie Langeweile entsteht. Dadurch, dass die Charaktere schlüssig und symphatisch erscheinen, kann man bedingungslos mit ihnen mitfiebern. Dass der Film indiziert wurde halte ich für groben Unfug, da es wesentlich brutalere Streifen als "Nightmare" gibt, denen dieses Schicksal auch erspart blieb. Wirklich gesplattert wird hier onehin nie, auch wenn sich der Horrorfan auf einige blutige Effekte freuen darf. Die Schauspielerbesetzung wurde hervorragend ausgewählt. Heather Langenkamp in der Hauptrolle bringt die Nancy so dermaßen symphatisch und glaubhaft rüber, dass man ihr in ihrem Kampf gegen Freddy jederzeit Glück wünscht. So dürfte es auch nich ernsthaft überraschen, dass die Gute noch in einigen Fortsetzungen vor der Kamera zu sehen war. Robert Englund, der durch Freddy seinen großen Durchbruch hatte, spielt den Killer hier schon voll und ganz perfektioniert und rechtfertigt die Tatsache, dass er durch diese Rolle zu einer Ikone im Horrorgenre wurde. Der Schauspieler, der schon von Natur aus mit einem recht markanten Gesicht gezeichnet wurde, passt ohne Frage absolut perfekt in diese Rolle, niemand anders wird Freddy jemals so überragend darstellen können. Ein kleines Highlight ist außerdem noch John Saxon als Polizeichef und gleichzeitig Vater von Nancy. Der Star aus vielen Billigproduktionen des Horrorgenres läuft hier regelmäßig zu Höchstformen auf und bekam durch diesen Film auch einen verdienten Karriereschub. Schließlich und letztendlich möchte ich noch ein paar Worte über Johnny Depp verlieren, der hier sein Schauspieldebut ablieferte. Wer bei dem mittlerweile sehr berühmten Namen einen gewissen Jack Sparrow im Hinterkopf hat, sollte sich schnellstmöglich von diesem Gedanken trennen, denn in "Nightmare" sehen wir einen Depp in ungewohnt jungen Jahren, den noch rein garnichts mit dem großen Hollywoodstar verbindet, der er heute ist. Dennoch entbehrt es keinesfalls einer gewissen Komik, eine derartige Schauspielgröße in unerfahrenen Anfängerjahren zu sehen. Fazit: "Nightmare - Mörderische Träume" ist für viele der Inbegriff des puren Horrors und hat diesen Status über die Jahre hinweg noch nicht eingebüßt. Vor allem direkt mit den "Halloween" und "Freitag der 13." Reihen verglichen, hat Craven ganz klar die Nase vorn. Schon der erste "Nightmare" strotzt nur so von tonnenweise unheimlichen Ideen, überragenden Effekten und einer Story, die einen weitaus mehr als der übliche Serienkiller-Einheitsbrei fesselt. Einzig als etwas störend, doch das ist nur Nebensache, da der Gute onehin nicht viel Sprechparts hat, empfand ich die Synchronstimme Freddy's. Gegenüber der infernalischen Teufelstimme aus dem Englischen schreckt dieses tief und dunkel gesprochene Genuschel im Deutschen doch eher ab, doch dies ist natürlich keine Kritik am Film, vielmehr an der Synchro.
Michael
Wes Cravens (The Last House on the Left, The Hills have Eyes) “A Nightmare on Elm Street” hat mittlerweile mehr als zwanzig Jahre auf dem Buckel und gehört für mich mit “Halloween” und “Freitag der 13.” zu den Meilensteinen des Horrorfilms. Gut dosierte Schockeffekte, eine angsteinflößende Hauptfigur und ein verstörender Soundtrack sind die Grundlage für einen Film, der einigen Jugendlichen auch noch heute die Schweißperlen auf die Stirn treibt. Craven beweist mit seinem Film, dass es nicht unbedingt High-Tech-Effekte sein müssen die für Gänsehaut sorgen, sondern dass es metallischen Kratzen da schon ausreicht. Klar sind die Schauspieler in “A Nightmare on Elm Street” nicht die besten, doch das ist nicht weiter schlimm. Die Rolle der naiven und ängstlichen Teenager kauft man den Darstellern jeder Zeit ab. Robert Englund (Eaten Alive, Dead & Buried) sticht aus dem Cast allerdings heraus. Er spielt die Rolle des fiesen Freddy Krueger perfekt und wer heute den Namen Englund hört assoziiert diesen sofort mit dieser Rolle. [Sneakfilm.de]
Bloody Jörg
Narbengesicht, Klingenhandschuh, rot-grün gestreifter Pullover und Hut - das ist Freddy Krueger, die von Wes Craven erfundene und von Robert Englund meisterhaft gespielte Horrorikone, die das stagnierende Slashersubgenre 1984 mit innovativen Konzepten und verstärkt phantastischen Elementen neu belebte. In diesem spannenden Original ist Freddy noch ein durch und durch verabscheungswürdiger Schurke, der sich größtenteils im Halbdunkeln verbirgt und dessen Präsenz meist nur symbolisch angedeutet wird. Nur das Finale mit seinen lustigen Stolperfallen wirkt ein wenig wie eine Folge von MacGyver.

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