Kill Bill - Volume 2 Stream Deutsch

Die Braut ist zurück für den letzten Schnitt
Kill Bill - Volume 2
Die blutdurstige Rache der Braut ist noch nicht gestillt: Drei Namen stehen noch auf der Liste der kalten Schönen, die am Tag ihrer Hochzeit ins Jenseits befördert werden sollte und jetzt Jagd auf die macht, die ihren Tod verlangten. Nach Verdita Green und O-Ren Ishii sind nun der heruntergekommene Budd und die durchtriebene Elle Driver an der Reihe, bevor die Braut in Mexiko schließlich ihrem einstigen Chef und Liebhaber Bill gegenübersteht - und ihrer totgeglaubten Tochter.

Reviews

Kalla Malla
Die Braut (**Uma Thurman**) hat ihren Rachefeldzug in Japan nicht beendet. Bill (**David Carradine**), ihr Ex-Geliebter und das Ziel der Vergeltungsaktion, steht immer noch als Nummer 1 auf der Todesliste. Zuvor sind ein paar Namen zu lesen, die ebenfalls noch nicht durchgestrichen wurden: Elle Driver (**Darryl Hannah**) und Budd (**Michael Madsen**), den die Braut als nächstes aufsucht. Doch der heruntergekommene Alkoholiker, der als Rausschmeißer in einer Bar sein Geld verdient, erweist sich als überraschend gerissen. Er trickst die Braut aus und jagt ihr eine Ladung Steinsalz in die Brust, um sie dann lebendig auf dem Friedhof zu begraben... War Vol. 1 der »Kill Bill«-Saga noch ganz im Stile der alten japanischen Filme, so ist Vol. 2 eine Hommage an ein anderes Genre das **Quentin Tarantino** von Anfang an faszinierte. Der Film wird aus Japan in die Wüste verlegt und wirkt klar von den Spaghetti Western eines **Sergio Leone** inspiriert. Auch der von RZA komponierte Score schwenkt in diese Richtung ein. Anstelle der japanischen Musik setzt er auf Werke die in die Fußstapfen eines **Ennio Morricone** treten. Zwar erreicht er dessen Brillanz in keiner Sekunde, jedoch versucht er dies auch gar nicht. Der Film soll eine Hommage und keine Konkurrenz sein. Im Prinzip ist das Genre das sich Tarantino für seine Film aussucht egal. Ein Tarantino Film ist niemals ein Kung Fu Film, Actionfilm oder Western. Ein Tarantino Film ist ein Tarantino Film und sonst nichts. Der brillante, eigenwillige Stil des Regisseurs macht eine eindeutige Genrezuordnung einfach unmöglich. Teil 2 seiner Rachesaga ist bei weitem Dialoglastiger als der erste Teil. Der Hauptteil der Gewalt ist abgedeckt, und nun wendet sich der Meister des modernen Kinos anderen Themen zu. Zum Beispiel sieht man die Ausbildung von Beatrix durch ihren Meister Pai Mei, oder es wird gezeigt wie sich ihr Ausstieg aus dem Mordgeschäft wirklich zugetragen hat. Ein inszenierungstechnischer Höhepunkt ist ganz klar die Beerdigung von Beatrix. Der Zuseher liegt mit ihr im Sarg und hört wie sie lebendig begraben wird. Das geniale Schauspiel von Uma Thurman gepaart mit der perfekten Regie von Quentin Tarantino lassen diese Szene zum atmosphärischen Höhepunkt des Films werden. Die Darsteller können sich noch mehr entfalten als in Teil 1. Allen voran liefert Uma Thurman wieder eine Glanzvorstellung ab und ist der klare Star des Films. Vor allem ihre Leistung bei der Beerdigung ist perfekt und verstärkt die Intensität dieser Szene ungemein. David Carradine der im ersten Teil gekonnt einen Mythos um seine Figur erschaffen hat darf nun endlich sein Gesicht zeigen und liefert die perfekte Verkörperung des Bill. Auch alle anderen Darsteller wie Michael Madsen oder Daryl Hannah können ihr Talent ausspielen, da Tarantino sich diesmal mehr Zeit für seine Nebenfiguren nimmt. Wie in jedem seiner Filme, so ist auch in »Kill Bill Vol.2« nicht die Geschichte das Interessante. Sie ist zwar nicht mehr so flach wie die des ersten Teils, aber im Prinzip ist sie nur der Hintergrund vor dem Quentin Tarantino sein inszenierungstechnisch perfektes Feuerwerk zündet. Es sind die genialen Einzelszenen, kombiniert mit dem einzigartigen Stil, die Tarantinofilme so brillant werden lassen. Insgesamt ist »Kill Bill Vol.2« ein wirklich genialer Film, der jedoch nicht ganz so gut wie Teil 1 ist. Da die Kill Bill Saga im Prinzip ein langer Film ist und der Unterschied wirklich gering ist, bekommt aber auch dieser Teil 9 Punkte. Fazit: Stilistisch brillanter Abschluss von Quentin Tarantinos Rachesaga! Für Fans des Meisters sowieso Pflicht, alle anderen sollten einen Blick riskieren.

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