Devil's Playground Stream Deutsch

Devil's Playground
Ein großer Pharmakonzern plant ein neues Mittel auf den Markt zu bringen, doch irgendetwas ist schiefgegangen. Als einzige von dreißigtausend Testpersonen ist die schwangere Angela noch nicht zu einem blutrünstigen, aggressiven und pfeilschnellen Monster mutiert. Während London sich in ein tobendes Inferno verwandelt, stehen die Überlebenschancen für die junge Frau und eine kleine Gruppe Überlebender immer schlechter. Doch dann tritt Cole auf den Plan, ein raubeiniger Ex-Söldner im Auftrag des Pharmakonzerns. Angelas Immunität scheint der Schlüssel zum Fortbestand der Menschheit zu sein, doch zwischen ihr und der Hoffnung auf Rettung steht eine sich rasend vergrößernde Armee beißwütiger Irrer.

Reviews

Kalla Malla
Pharmakonzerne und ihre Vertreter taugen wunderbar zum Bösewicht und das ist auch in diesem britischen Monster-Thriller nicht anders. Ein Medikamententest, 30.000 zu blutrünstigen Bestien mutierte Probanden - und schon tobt in London ein höllischer Überlebenskampf. Die schwangere Angela (MyAnna Buring) ist der Schlüssel für das Heilmittel. Der Ex-Söldner und ehemalige Angestellte des Pharmakonzern Cole (Craig Fairbrass) setzt alles daran, Angela in Sicherheit zu bringen. Beide versuchen - zusammen mit einer Gruppe anderer Nicht-Infizierter - ein Rettungsschiff auf der Themse zu erreichen... Die Frage, die ich mir jedesmal vor solchen Filmen stelle ist, ob man wirklich den zehntausendsten gleich aufgebauten, modernen Zombiefilm braucht? Natürlich waren Fulci und Romero nicht die einzigen, die gute Zomiestreifen drehen konnte; auch Danny Boyle, Zack Snyder sowie Frank Darabont und seine "Walking Dead" Crew haben vortreffliche Arbeit geleistet, aber in meinen Augen ist es einfach nicht nötig, 5 mal im Monat einen neuen Zombie-/ Infiziertenfilm zu veröffentlichen. Besonders dann nicht, wenn man offensichtlich das Talent des Regisseurs erkennt und man nicht nachvollziehen kann, wie dieser es trotzdem nicht hinbekommen - oder hinbekommen will - dem Genre neue Impulse zu geben, die es dringend benötigt. Seit dem kurzen Aufbäumen der Franzosen und maximal 10 anderen herausragenden Filmen, die nach der Jahrtausendwende gedreht wurden, tritt das Horrorgenre auf der Stelle und auf ein neues Highlight warten die Fans vergeblich. Ein "Eden Lake" oder "Frontier(s)" war auch kein inhaltlicher Meisterschlag, aber man ging mit dem entsprechenden Willen ran, harte Genrekost abzuliefern. Natürlich hätte James Watkins die Jugendlichen in "Eden Lake" durch einen einzigen, erwachsenen Killer ersetzen, und ein Happy End hinzugefügen können, aber dann wäre der Film in derselben Mittelmäßigkeit verschwunden, wie es 90% Prozent aller Genrefilme zur Zeit ergeht. Es liegt eben manchmal an den Kleinigkeiten, die aus einem Film einen guten oder vielleicht sehr guten Film machen, doch wenn der Regisseur scheinbar keinen Bock hat sich etwas Besonderes einfallen zu lassen, dann darf er sich auch nicht über durchwachsene Publikumsresonanz wundern. Aber das Horrorgenre war schon immer sehr redundant, weswegen man sich an "The Devil's Playground" anfangs nichtmal allzusehr stört. Ich war sogar überrascht, wie gut der Film optisch daherkommt, obwohl das Budget wahrscheinlich nichtmal für das Catering beim Dreh eines Hollywood Filmes gereicht hätte. Nach dieser kurzen Überraschung mit einer Wirkungsdauer von maximal 20 Sekunden, fallen aber sofort die uninspirierte Story, sowie die absolut unsympathischen Charaktere auf. Es ist außerdem mal wieder höchst verwunderlich, wie zutreffend ich den Storyverlauf voraussagen kann. Zusätzlich mit gefühlten dreitausend Zombiefilmklischees "Oh, ich wurde gebissen! Hm, blöd ... ich schneide mir schnell den Finger ab!" versehen, ergibt sich hier ein ganz langweiliges Bild eines tausendsten Aufgusses eines Aufgusses ... eines Aufgusses. Was bleibt ist massenhaft Potential in der Ausstattung und der Kamera, sowie ein paar gut umgesetzte Splattereffekte. Ansonsten herrscht aber absolutes Mittelmaß und irgendwie kommt man nicht herum, sich mächtig zu ärgern. Denn niemand kauft einen Film, der nichts kann, außer schon Gesehenes zu kopieren und wiederzukäuen.

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