Silent Hill Stream Deutsch

Willkommen in der Hölle
Silent Hill
Als ihre Tochter Sharon sich durch Schlafwandeln in Lebensgefahr bringt und mehrfach davon spricht, in die Stadt Silent Hill zu müssen, bricht Rose mit Sharon gegen den Willen ihres Mannes in die Geisterstadt in West Virginia auf, in der ein unter Tage schwelender Kohlenflözbrand jedes Leben unmöglich gemacht hat. Auf der Fahrt passiert sie jedoch mitsamt der Polizistin Cybil, die sie verfolgt, eine unsichtbare Grenze und betritt ein anderes "Silent Hill" - eine unter Ascheregen begrabene Totenstadt, in der sich böse Kräfte phasenweise ausbreiten und in der sich ausbreitenden Finsternis die Lebenden vernichten. Da Sharon beim Übergang verschwunden ist, muß Rose eine Reise in den Terror machen, denn irgendwo in der Stadt sitzt das Böse und hat einen Bezug zu ihrer Tochter, den sie noch nicht kennt. Und kann sie die letzten lebenden Bewohner von Silent Hill retten - oder ist es vielleicht sogar besser, einen Pakt mit dem Bösen einzugehen?

Reviews

Kalla Malla
Die kleine Sharon (Jodelle Ferland) stellt ihre liebenden Adoptiveltern Rose (Radha Mitchell) und Christopher (Sean Bean) seit einiger Zeit vor ein Rätsel. In unregelmäßigen Abständen schlafwandelt sie und bringt sich dadurch immer wieder in gefährliche Situationen. In diesem Zustand erwähnt sie immer wieder den Ort Silent Hill, kann sich nach dem Erwachen allerdings an nichts mehr erinnern. Um endlich Licht ins Dunkel zu bringen, beschließt Rose eines Tages gegen den Willen ihres Mannes mit ihrer Tochter nach Silent Hill zu fahren, obwohl es sich dabei seit Jahren um ein Sperrgebiet handelt. Seit einem unterirdischen Großbrand haben giftige Dämpfe den Ort unbewohnbar gemacht. Auf ihrer Fahrt macht Rose die Polizistin Cybil (Laurie Holden) auf sich aufmerksam, die ihr vorsichtshalber folgt. Kurz vor Silent Hill läuft plötzlich ein kleines Mädchen vor Rose' Wagen, die die Kontrolle über ihr Fahrzeug verliert und bewusstlos wird. Als sie wieder zu sich kommt, stellt sie mit Entsetzen fest, dass Sharon verschwunden ist. Um sie zu suchen, begibt sie sich zu Fuß in die Geisterstadt, über der ein undurchdringlicher Nebel hängt und über die es unaufhörlich Asche regnet. Das ist jedoch noch nichts gegen die Ereignisse, die der jungen Mutter noch bevorstehen. Als plötzlich ein schrilles Alarmsignal ertönt, bricht plötzlich eine absolute Dunkelheit über Silent Hill herein. Aus dessen Schutz tauchen furchterregende Gestalten und Monster auf, die den Albträumen eines Wahnsinnigen entsprungen zu sein scheinen und die Rose offensichtlich nichts Gutes wollen. Nachdem sie die erste Nacht jedoch überlebt hat, trifft sie am nächsten Tag auf die Polizistin Cybil, die ebenfalls in Silent Hill gestrandet ist. Gemeinsam stellen die Frauen fest, dass es kein Entkommen zu geben scheint, denn da, wo einst die Zufahrt zu der Stadt war, endet die Straße jetzt einfach in einem riesigen Abgrund. Mit der Gewissheit, in Silent Hill gefangen zu sein, setzen die Frauen alles daran, Sharon zu finden und kommen dabei immer mehr hinter das entsetzliche Geheimnis der Stadt... Überblickt man die leicht überschaubare Historie an Videospielverfilmungen, dann wird schnell ersichtlich, wieso sich jeder Regisseur, der sich einer Videospieladaption annimmt, in ein gewagtes Terrain begibt. Von den Anfängen mit "Mario Bros." und "Street Fighter", über "Resident Evil", bis hin zu den oftmals verrissenen und unbeliebten Uwe Boll Werken gab es wohl noch keine Videospieladaption, die Fans der ersten Stunde, also die Gamer, wie auch die unvoreingenommenen Kinogänger gleichermaßen beeindruckte. Mit "Silent Hill" könnte dies vor einem Jahr allerdings eine schlagartige Kehrtwendung gemacht haben, denn das berühmte Horror-Franchise wurde von "Pakt der Wölfe" und "Crying Freeman" Regisseur Christophe Gans, da sind sich Anhänger der Spieleserie und Filmfreunde einig, wirklich mit viel Liebe zum Detail und überaus gekonnt auf die große Leinwand transportiert. Ob einem der Film letzten Endes gefällt oder nicht, ist eine subjektive Frage und wird im Fall von "Silent Hill" von jedem anders beantwortet werden, aber es braucht nicht viel, um sagen zu können, dass hiermit ein Paradebeispiel für eine rundum gelungene Videospielumsetzung gelungen ist. Ich, der ich von der Existenz der Spiele wusste, war mir der Tatsache im Klaren, dass es sich bei den insgesamt vier "Silent Hill" Teilen um eine der erfolgreichsten und vielschichtigsten Horrorserien im Universum der Videospiele handelt, allerdings hatte ich mit den Games persönlich noch nie etwas zu tun und so konnte ich auch keinen direkten Vergleich zwischen Original und Filmumsetzung anstellen, sondern habe mir "Silent Hill" schlicht und ergreifend als normalen Horrorfilm ohne irgendwelche Vorkentnisse angesehen. Wie eingangs erwähnt, wird der Film teilweise unverdienterweise stark kritisiert, was ich jedoch keineswegs nachvollziehen kann, handelt es sich doch um einen der stärksten Genrebeiträge seit langem. Von Vorteil ist dabei sicherlich, dass sich die Handlung dicht an die Vorlagen hält und man so eine Story erzählen konnte, die im Horrorfilm so noch nie zuvor dagewesen ist. Alles beginnt recht harmlos, nichts macht einen auf das Grauen gefasst, welches im späteren Handlungsverlauf noch auf einen lauern soll. Die Story ist unglaublich gut durchdacht, perfide präsentiert und so komplex aufgebaut, dass man dem Film mit einem wachsamen Auge und einem stets anwesenden Verstand folgen muss, um sich alle Einzelheiten letztendlich zu einem verständlichen Ganzen zusammenfügen zu können. "Silent Hill" erzählt die Geschichte von mehreren Dimensionen, die sich allesamt in der kleinen, gleichnamigen Geisterstadt treffen und vereinen. Die erste Dimension entspricht dabei unserer Realität, in der sich Rose und Sharon befinden, als sie sich in die Stadt begeben, um hinter das Geheimnis der ständig wiederkehrenden Träume Sharon's zu gelangen. Nach einem Autounfall gelangen sie jedoch in die zweite Dimension, welche einem wesentlich beklemmenderen, apokalyptischen Silent Hill entspricht. Die Stadt ist mit einem dichten Nebel verhangen, Asche regnet als Folge des grauenvollen Brandes, der vor einigen Jahren alle Einwohner tötete, vom Himmel. Der Ort macht einen unwirklichen Eindruck, geradezu gespenstisch. Als dann jedoch die Alarmsignale ertönen, ist das der Startschuss für eine Odyssee des Schreckens, denn mit dem Einbruch absoluter Dunkelheit öffnet die dritte Dimension, eine schreckliche Vorhölle, ihre Pforten. Schreckliche Wesen machen Jagd auf die Menschen und die unvorstellbarsten Albtraumszenarien werden entfesselt. Was nun alles etwas unverständlich, fremdartig und kompliziert klingen mag, macht erst dann Sinn, je weiter die Story voranschreitet und je mehr das Geheimnis gelüftet wird. Hier macht "Silent Hill" seinen Spielursprung offen bemerkbar, der Film wirkt wie ein komplexes Rätsel, das es zu knacken gilt, hinter dessen Geheimnis die Protagonistin Rose kommen muss, wenn sie ihre Tochter wiedersehen will. Eine der größten Stärken des Films ist die visuelle Darstellung des Schreckens. Für ein Budget von 50 Millionen $ entfesselte Christophe Gans das Grauen der Hölle und lässt eine unbarmherzige, albtraumhafte Bilderflut auf sein Publikum prasseln. Insbesondere immer dann, wenn die dritte Dimension, die Vorhölle, ihr schreckliches Antlitz entblößen darf, dann wird "Silent Hill" zur wohl spektakulärsten Horrorshow seit langem. Horrorwesen, die jede Vorstellungskraft sprengen, scheinen frisch aus dem Höllenschlund ausgespieen. Hier werden Fans der Videospiele auch auf ihre Kosten kommen, werden sie doch alle Monster wiedererkennen. Das Reportaire reicht dabei von axtschwingenden Hühnen, die ihren Opfer mit einem Mal die Haut vom Leib reissen, über verbrannte, noch immer glühende, kindlich wirkende Monster, fleischfressende Käfer, die zu hunderten auftreten, gefoltert und verstümmelt wirkende gefangene Mutanten in Käfigen, bis hin zu säurespuckenden Wesen und vielen mehr. Das Schwierige bei Monstern in Horrorfilmen ist immer, dass sie leicht mal ins Lächerliche abrutschen können, was hier jedoch nicht der Fall ist. Die Atmosphäre nach Einbruch der Nacht wirkt gnadenlos und surreal, eine böse Dimension scheint ihre Tore zu öffnen und alles Lebende verschlingen zu wollen. Es ist ein Albtraum, aus dem es kein Entkommen gibt und die Monster fügen sich sehr passend in dieses Gesamtbild. Es ist ungemein spannend, den beiden Frauen, der Mutter Rose, die nur ihr Kind retten will, und der Polizisten Cybil, die durch Zufall in die zweite Dimension von Silent Hill gelangt ist, bei ihrem Weg durch die komplexe Welt zu folgen. Trotz zwei Stunden Laufzeit verfügt der Horrorfilm dabei über keine nennenswerten Längen, selbst Dialoge scheinen das Gesambild nicht unnötig zu strecken, sie sind sogar notwendig, um das Nötige über Silent Hill zu erfahren. Die Story ist dabei weitaus vielschichtiger, als es zuerst den Anschein machen könnte. Es geht unter anderem um Sektenwahn, Hexenverbrennung und die Rache aus dem Jenseits, all dies verpackt in einen Rahmen, in dem Zeit und Raum keine Rolle spielt, der sich durch mehrere Dimensionen erstreckt und in dem alles möglich zu sein scheint. Die Handlung ergibt nur dann ein schlüssiges Muster, wenn man ihr auch gewillt ist, zu folgen. Lässt man sich auf "Silent Hill" ein, dann wird man einen perfekten Horrorfilm erleben, bei dem einfach alles zusammenpasst und der in seinem Gesamtbild ebenso schlüssig wie verstörend ist. Es sind nicht die brualen Szenen und die Grausamkeiten alleine, von denen der Film lebt, dennoch ist fraglich, wieso hier eine Einstufung ab 16 Jahren vorgenommen wurde. Menschen wird bei lebendigem Leib die Haut vom Körper gerissen, andere werden entzweigeteilt und in der überaus furiosen Schlusssequenz werden zahlreiche Menschen in einer unnachahmlichen Intensität albtraumhaft zerstückelt, auseinandergerissen und anderweitig abgeschlachtet. Dennoch nimmt der Blutgehalt einen erstaunlich geringen Anteil im Film ein. Es ist die Atmosphäre, die dominierend über allem anderen steht und die wirklich ihresgleichen sucht. Die Szenen in der dritten Dimension sind das Überragendste, was das Horrorgenre seit langem zu bieten hatte, solche albtraumhaften und spannenden Effektparaden sucht man in anderen Filmen des Genres vergebens. Doch auch von dem abgesehen wirkt "Silent Hill" zu jedem Zeitpunkt wohl durchdacht und dadurch in keinster Weise langweilig. So sind auch die Momente, in denen Rose' Ehemann Christopher nach ihr und Sharon sucht und dabei ein anderes Silent Hill vorfindet, als das, in der sich die Beiden gerade befinden, überaus stimmig in Szene gesetzt. Wie aus vielen anderen Reviews zu entnehmen ist, ist dabei auch die Nähe zum Spiel bemerkenswert, was ich persönlich nicht beurteilen kann. So hielt man sich hier strikt an die Vorlage und lieferte sich kaum künstlerische Freiheiten oder Eigeninterpretationen, wie man es von vielen anderen Videospielverfilmungen kennt. Selbst der Sound ist dank der Mitarbeit von Akira Yamaoka, der bereits die Musik für die Spiele komponierte, überaus passend. Einen derart gänsehauterzeugenden Soundtrack hört man nicht oft, hier unterstreicht er das Geschehen perfekt. Ebenso erfreulich ist die gut aufgelegte Darstellerriege, die ihre Sache perfekt macht. Radha Mitchell als verzweifelte Mutter, die in einer höllischen Stadt nach ihrer Tochter suchen muss, agiert ab und an etwas unglaubwürdig, macht ihre Sache aber dank ihrem überzeugenden Schauspiel dennoch so, dass man jederzeit mit ihr mitfiebert. Mit Laurie Holden wurde desweiteren für Frauenpower gesorgt, denn die kurzhaarige, durchaus coole Polizistin Cybil, die sich durchzusetzen weiß, ist die richtige Ergänzung zu Mitchell. Holden, die unter anderem schon an der Seite von Jim Carrey in "The Majestic" zu sehen war, spielt dabei absolut überzeugend. Selbiges lässt sich auch von der kleinen Jodelle Ferland, sowie von Sean Bean sagen, dem jedoch eher eine kleinere Rolle zuteil wurde. Fazit: "Silent Hill" hat mich einfach umgehauen. So und nicht anders hat eine Horrorvision auszusehen, die ihr Publikum nicht nur durch visiuellen Schrecken, sondern auch durch eine komplexe und intelligente Story in ihren Bann zieht. Trotz zwei Stunden Laufzeit ist man zu jedem Zeitpunkt an das Geschehen gebannt und begibt sich auch selbst immer tiefer in die albtraumhafte Welt. Der perfekt konstruierte Erzählfluss sorgt dabei für die perfekte Symbiose aus düsteren Schockmomenten und einer permanenten Spannung, die niemals an Wirkungskraft verliert. Durch zahlreiche Monster, die direkt aus dem Hirn eines Geisteskranken entsprungen zu sein scheinen, einer fabelhaften Höllenwelt und einigen überaus blutigen Gewaltexzessen, ist "Silent Hill" auch für die Freunde schneller und blutiger Horrorkost zu empfehlen, auch wenn sich das Werk an ein anderes Publikum richtet. Der Film ist komplex, vielschichtig, beliebig interpretierbar und nimmt einen aufgrund der nicht sofort zu durchschauenden Handlung selbst in den dunklen Abgrund mit, aus dem man erst am Ende wieder entlassen wird. Natürlich macht es dabei einen wesentlichen Unterschied, ob man sich den Film mit einigen Freunden in einer heiteren Runde, oder alleine und zur passenden Tageszeit ansieht. Wer sich auf "Silent Hill" einlässt und ihn so erlebt, wie man ihn erleben sollte, wird mit einem rundum perfekten Horrorfilm belohnt werden, an dem auch Fans der Spiele nicht vorbeikommen.
Michael
„Silent Hill“ hätte ein fessendler Horrorschocker werden können, doch schafft es Regisseur Christophe Gans (Crying Freeman) nicht eine beklemmende Atmosphäre aufzubauen. Die Stadt an sich ist Gans zwar recht gut gelungen, doch spätestens wenn die ersten Monster auftauchen ist mit der Atmosphäre Schluss. Die meisten der Kreaturen wirken wenig gruselig und die Schockeffekte des Films kann man an einer Hand abzählen. Ein weiterer negativer Punkt sind die schauspielerischen Leistungen. Am Herausragendes ist hier noch die junge Jodelle Ferland (Tideland), die gleich in zwei Rollen zu sehen ist und zwar als Sharon Da Silva und als Alessa Gillespie. Radha Mitchel (Man on Fire, Pitch Black), Laurie Holden (The Majestic, Fantastic Four) und Sean Bean (Ronin, The Dark) konnten mich dagegen weniger überzeugen. Gerade Holden kann als toughe Polizistin gar nicht überzeugen. In ihrer Polizisten-Lederkluft wirkt die Schauspielerin eher lächerlich als hart und wenn sie ihren Helm abnimmt und die blondierte Kurzhaarfrisur zum Vorschein kommt hat man das Gefühl eine Kampf-Lesbe vor sich zu haben. Auch die Spezialeffekte spielen eine Klasse unter dem Hollywood-Niveau. Den meisten Effekten sieht man ihre Herkunft aus den Effektrechnern an, so dass sie einen Großteil ihrer Glaubwürdigkeit Verlieren. Postive Dinge gibt es in „Silent Hill“ aber auch. Die Idee mit den beiden parallel existierenden Städten ist ein gelungener filmischer Griff in die Trickkiste. Auch wurde der Look der Computerspielvorlage gut auf die Leinwand gebracht. [Sneakfilm.de]

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