Pulp Fiction Stream Deutsch

Drei schwere Jungs und ein Flittchen, das "Ärger" heißt.
Pulp Fiction
Vincent Vega und Jules Winnfield holen für ihren Boss Marsellus Wallace eine schwarze Aktentasche aus einer Wohnung ab. Drei Jungs, die ihnen dabei im Weg stehen, lassen ihr Leben. Die Killer machen sich mit einem vierten Jungen als Geisel auf den Weg ins Hauptquartier. Doch als das Auto über eine Straßenerhöhung schaukelt, erschießt Vincent aus Versehen die Geisel. Um den blutverspritzten Wagen zu reinigen, machen die beiden einen Abstecher zu Jules's Freund Jimmie, wo auf Befehl vom Boss ein Spezialist für schwierige Aufträge zu ihnen stößt: The Wolf...
Title Pulp Fiction
Release Date 1994-09-10
Runtime
Genres Thriller Krimi
Production Companies Miramax, A Band Apart, Jersey Films
Production Countries United States of America

Reviews

Kalla Malla
Die Killer Jules Winnfield (John Travolta) und Vincent Vega (Samuel L. Jackson) sollen für ihren Boss Marsellus "Big Man" Wallace (Ving Rhames) einen Geldkoffer abholen. Dabei werden nicht nur unbequeme Zeugen liquidiert, sondern versehentlich auch der eigene Komplize Marvin Phil LaMarr. Während man das völlig versiffte Tatfahrzeug mit Hilfe eines gewissen Mr Wolf (Harvey Keitel) entsorgt, wird Berufsboxer Butch Coolidge (Bruce Willis) instruiert, gegen entsprechendes Honorar seinen bevorstehenden Kampf zu verlieren. Der jedoch hat schon eine große Summe auf den eigenen Sieg gesetzt... Wenn es einen Film gibt, der das Kino der '90er-Jahre massgeblich geprägt hat, dann ist es Quentin Tarantino's 'Pulp Fiction' - ein Genre-Mix der besonderen Art der einerseits knallhart daherkommt, und sich andererseits alles andere als ernst nimmt und Krimi-, Thriller- und Comedy-Elemente auf eigenwillige und vor allem etwas trashige Weise verbindet. Bei einem Titel der frei übersetzt 'Schund-Roman' heisst allerdings auch alles andere als eine Überraschung! Der eigentliche Genie-Streich von 'Pulp Fiction' liegt dann allerdings nicht nur am Genre-Mix, sondern auch an der nicht-linearen Erzählstruktur, die für einige Irrungen, Wirrungen und Überraschungen sorgt. Dazu kommen noch die ausserordentlich gut charakterisierten Figuren, die das eigentlich oberflächliche Material zu einem erstaunlich vielschichtigen Film machen, der bis heute von Fans und Kritikern nur allzu gerne bis ins klitzekleinste Detail analysiert wird und immer wieder für neue Diskussionen sorgt. Und tatsächlich: 'Pulp Fiction' bietet sich dank seiner verschachtelten Struktur und seinen bizarren Charakteren wirklich perfekt dazu an, immer wieder auf's neue studiert zu werden. Dabei sollte man allerdings nicht vergessen, dass es sich in erster Linie ganz einfach um einen (grösstenteils) kurzweiligen Ausflug in die vielfach fast schon bizarr anmutende Unterwelt von Los Angeles handelt - trotz über 150 min. Laufzeit. Tarantino verschwendet dann auch keine Zeit und schmeisst den Zuschauer in einen Film, der von gottesfürchtigen Killern, gutmütigen Boxern, eifersüchtigen Gangsterbossen und einsamen Gangster-Ehefrauen handelt - und das zu einem harmonischen Ganzen vermischt, das an Originalität kaum zu übertreffen ist. Dass 'Pulp Fiction' in den darauffolgenden Jahren oft kopiert wurde, überrascht nicht - und es überrascht auch nicht, dass niemand ausser Tarantino seinen selbstironischen Stil so gut beherrscht. Selbstironisch - aber auch unverblümt die Kino-Geschichte zitierend, denn Film-Fan Tarantino bedient sich zahlreicher anderer Filme. Das mag auf den ersten Blick ein bisschen unoriginell wirken, funktioniert im Kontext des Films allerdings hervorragend. In erster Linie lebt 'Pulp Fiction' aber von seinen Figuren die hier dank hervorragender Darsteller-Leistungen zum Leben erweckt werden. So wurde John Travolta's Karriere dank 'Pulp Fiction' erfolgreich wiederbelebt, während die restliche Besetzung kaum namhafter sein könnte und die vielfach überlangen, aber dennoch genialen Monologe mit voller Überzeugung darbieten. Natürlich sind Tarantino's Monologe nicht jedermanns Sache und es kommt auch hier, vor allem zum Ende hin, zu ein paar kleinen Längen, aber schlussendlich trägt gerade Tarantino's unverwechselbarer Schreibstil sehr viel zum aussergewöhnlichen Charme des Films bei - was ihm dank Oscar (für das Beste Drehbuch) und Goldener Palme am Filmfestival von Cannes zum Hollywood-Durchbruch verhalf und 'Pulp Fiction' zu einem der einflussreichsten Filme seiner Generation machte!
Michael
Da „Pulp Fiction“ nicht chronologisch erzählt wird, ist Quentin Tarantinos Meisterwerk kein Film für nebenbei. Wenn man sich allerdings auf den Film einlässt, wird man nicht nur mit tollen, oft rezitierten, Dialogen belohnt, auch die Bildsprache, der Schnitt und die Musik tragen viel zu der gelungenen Atmosphäre des Film bei. Alleine die Eröffnungssequenz fesselt schon an Bildschirm und wenn genau diese Szene später im Film erneut auftaucht und einem der Sinn der Sequenz dadurch bewusst wird, beweist Tarantino, warum er für „Pulp Fiction“ mit einem Oscar für das beste Drehbuch belohnt wurde. Doch lebt der Film nicht nur von Tarantinos perfekten Regie, sondern auch von seinen Darstellern. Für John Travolta (Hairspray, Be Cool) war „Pulp Fiction“ die Rückkehr an die Spitze Hollywoods und Samuel L. Jackson (Snakes on a Plane, Jackie Brown) beweist erneut, dass er eine coole Sau ist. Dazu gesellen sich viele weitere namhafte Darsteller in größeren und kleineren Rollen. Ob nun Bruce Willis (Stirb langsam, 16 Blocks), Uma Thurman (Kill Bill, The Producers), Tim Roth (Planet der Affen, Dark Waters), Ving Rhames (Out of Sight, Dawn of the Dead), Harvey Keitel (Reservoir Dogs, Cop Land), Steve Buscemi (Big Fish, Die Insel) oder Christopher Walken (Sleepy Hollow, Man on Fire), die Liste der Stars die sich in „Pulp Fiction“ zeigen ist fast unendlich. Das schöne an „Pulp Fiction“ ist auch, dass man bei jeder neuen Sichtung des Films neue Details entdeckt. Seien es nun Feinheiten in den Dialogen, die die Story verständlicher machen oder Details in den Szenen, wie eben, dass Buddy Holly in dem Tanzlokal welches von Mia und Vincent besucht wird von Steve Buscemi gespielt wird. So wird es einfach nie langweilig sich „Pulp Fiction“ anzusehen und es ist eine Schande, dass sich der Film immer noch nicht in meiner DVD-Sammlung befindet. [Sneakfilm.de]

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